Maschinenbaubank expandiert

Neue Geschäftsführerin der Trumpf Bank: Diane Zetzmann-Krien

Vor genau einem Jahr hat das Laser- und Maschinenbauunternehmen Trumpf die Gründung einer eigenen Bank bekanntgegeben. Die seitdem gesammelten Erfahrungen sind positiv: „Ein spezialisiertes Kreditinstitut mit hohem Branchen- und Industrie-Knowhow ist ein guter Gegenpol zum etablierten Bankenmarkt. Das sehen auch die Trumpf Kunden so und schenken uns ihr Vertrauen“, berichtet Diane Zetzmann-Krien, die seit Februar 2015 Geschäftsführerin der Trumpf Bank für den Bereich Marktfolge ist und damit unter anderem das Risikomanagement sowie die Unternehmenssteuerung verantwortet.

Neue Geschäftsführerin der Trumpf Bank: Diane Zetzmann-Krien

Etwa 80 Prozent der Trumpf Maschinen werden über Finanzierungsmodelle erworben, rund die Hälfte davon über Kredite, die andere Hälfte über Leasing. In den bisherigen Trumpf Financial Services Aktivitäten wurden bislang gut 7.000 Maschinen mit einem Gesamtvolumen von etwa 1,6 Milliarden Euro finanziert, ein Großteil davon aus dem Bereich Werkzeugmaschinen. Dank der Vollbanklizenz konnte die Trumpf Financial Services GmbH im vergangenen Jahr das Leasinggeschäft europaweit deutlich ausweiten, beispielsweise auf die Märkte Großbritannien, Spanien und Dänemark. Denn mit der Bankzulassung geht der EU-Passport einher, der es erlaubt EU-weit ohne zusätzliche Zulassungs-verfahren das Produktportfolio aus dem Heimatland anzubieten. Zudem ist damit nun die Vergabe von Krediten zur Finanzierung der Trumpf Kunden möglich. Aufgrund einer Akkreditierung bei der L-Bank ist die Trumpf Bank mittlerweile selbst für Förderkredite der richtige Ansprechpartner. Hierbei steht die Förderung der Energie- und Materialeffizienz sowie der Umwelttechnik im Fokus.
Die Nachfrage nach Angeboten der Trumpf Bank ist im In- wie im Ausland hoch. „Das liegt ganz sicher auch daran, dass wir aus der Industrie kommen, die Branche sehr gut kennen und auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen können. Diese Beziehung geht über das klassische Bank-Kunden-Verhältnis hinaus“, sagt Zetzmann-Krien – und ergänzt einen weiteren Aspekt der Bankgründung, der sich positiv für das Unternehmen auswirkt: „Wir haben damit weitere Möglichkeiten in Bezug auf unsere Refinanzierung. Das macht uns unabhängiger von bisherigen Refinanzierungsquellen, was gerade in unserer anstehenden Expansionsphase ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist.“ 

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Blaupause für andere Industrieunternehmen

Anfang 2015 ist die Trumpf Bank ins Einlagengengeschäft eingestiegen: Sie bietet den deutschen Mitarbeitern Spar- und Festgeldkonten an, die über Online-Banking verwaltet werden. „Das Vertrauen in das Unternehmen ist riesig. Der Großteil der Mitarbeiter vertraut seinem Arbeitgeber mehr als dem Kapitalmarkt“, berichtet Zetzmann-Krien. In den ersten acht Wochen seit dem Start haben bereits zehn Prozent der deutschen Trumpf Mitarbeiter ein Konto beim firmeneigenen Kreditinstitut eröffnet.

„Alles in allem kann ich mir durchaus vorstellen, dass unser Modell eine Blaupause für andere Industrieunternehmen sein kann“, sagt Diane Zetzmann-Krien, die die Trumpf Bank zusammen mit Hans-Joachim Dörr leitet. Die Geschäftsführerin blickt auf über 20 Jahre operative und strategische Analysten-, Auslands- und Management-Erfahrung im Bankbereich zurück. Bevor sie im Februar 2015 zu Trumpf Financial Services kam, war sie Vorsitzende der Geschäftsführung der Förderbank Bremens. In weiteren beruflichen Stationen mit Zuständigkeit für Risikomanagement sowie Firmenkundengeschäft war sie unter anderem langjährig für die Deutsche Bank AG tätig.

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