Wirtschaft + Unternehmen

Klein aber fein

klaffen oft weit auseinander. Eine schlanke Software für Einzel- und Variantenfertiger soll diese Lücke schließen.

Es ist schon ein Spagat für die Hersteller betriebswirtschaftlicher Standardsoftware, die Ansprüche des Marktes zu erfüllen. Man will möglichst viele potentielle Kunden verschiedener Unternehmensgrößen, unterschiedlicher Branchen ansprechen und möglichst viele Bereiche von der Finanzbuchhaltung bis zur Fertigung abdecken. Dass solch konzipierte Produkte der vielzitierten ¿eierlegenden Wollmilchsau¿ ähneln und bei der Einführung Zeit- und Geldfresser sind, dürfte nicht verwundern. Einen anderen Ansatz wählte Knoll Informationssysteme, 1993 als Tochterunternehmen des Maschinenbauers Knoll gegründet und inzwischen eigenständig agierend: Ein modernes, schlankes ERP-System, speziell für die Bedürfnisse von Einzel- und Variantenfertigern der Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Apparate- und Medizintechnik, sowie Werkzeugbau entwickelt, soll leicht administrierbar und einfach zu implementieren sein und mit durchgängigen Softwarestrukturen überzeugen. Statt grauer Theorie dienten bei der Entwicklung der Software ¿Unipps¿ die praktischen Erfahrungen der Muttergesellschaft, einem Hersteller von Spänefördersystemen, Anlagen zur Reinigung von Kühlschmiermittel und Pumpen.

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Herzstück der Software ist ein ¿Produktkonfigurator¿, der dem Anwender das automatische Generieren von Produkten und Ablaufprozessen bis hin zur Stückliste und mehrstufigen Fertigungsplänen ermöglicht. Unipps deckt alle Bereiche eines Unternehmens ab, vom Einkauf über die Lagerdisposition bis hin zu Qualitätsmanagement, Versand und Finanzbuchhaltung.

Als weitere Stärke seiner Software nennt der Hersteller die schnelle und Kosten günstige Einführung bei Kunden, die er durch das ¿Get¿n¿Go¿-Konzept unterstützt. Auf diese Weise sollen die Anwender bereits in der Anlaufphase Teile der ERP-Software in Echtbetrieb kennenlernen.

Wichtig für ERP-Kunden ist neben der flexiblen Anpassung an die Unternehmensstruktur und -prozesse auch die Kompatibilität zu Betriebssystemen und Datenbanken. Neben den gängigen Plattformen Windows, Unix und Linux haben sie hier auch die Wahl zwischen gängigen Datenbanksystemen von Anbietern wie Oracle, IBM oder Informix (gehört inzwischen zu IBM).

Die kürzlich vorgestellte neue Version 3.2 der ERP-Software bietet neben Verbesserungen im Detail auch neue Funktionalitäten: Ein Lagerverwaltungssystem soll beispielsweise den innerbetrieblichen Materialfluss sowie die Distributionsprozesse mittelständischer Fertigungsunternehmen optimieren. Das neue Modul ¿Service und Wartung¿ hingegen bildet Pre-Sales-Aktivitäten wie Montagen und Installationen ab und steuert auch After-Sales-Prozesse wie Servicefälle, Wartungsarbeiten oder größere Umbauten. Die Programmerweiterung soll es Maschinen- und Anlagenbauern ermöglichen, Serviceaktivitäten kostenoptimiert zu planen und anhand exakter Kostenrechnungen zu kalkulieren¿

Stefan Graf

Links: http://www.unipps.de

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