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Artikel und Hintergründe zum Thema

Kapazitätsausbau und Zukunftssicherung

Eisenwerk Brühl: Drei neue Fertigungszentren

Das Eisenwerk Brühl hat vor wenigen Tagen drei hochmoderne Fertigungszentren für Motorenteile in Betrieb genommen. Die Zentren sind Teil eines Investitionsprogramms zur Zukunftssicherung des Standortes mit Investitionen in 3-stelliger Millionenhöhe in den Jahren 2012 bis 2015.

Das Projektteam des Eisenwerks Brühl beim Start der neuen Fertigungs- und Bearbeitungsanlagen: Stefan Schreckenberg, Bernhard Allermann, Gerwin Krzyzak, Ralph Gottlob und Frank Schweiger (v. l. n. r.).

Sie dienen der Herstellung von gewichtsoptimierten Motorenteilen in Dünnwandtechnologie und sind gleichzeitig ein Kapazitätsausbau des Unternehmens. Die Investitionen, so heißt es aus dem Unternehmen, seien eine unabdingbare Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Technologie- und Fertigungskompetenz, um im globalen Wettbewerb weiterhin führend zu sein und vor allem die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern.

Das Eisenwerk Brühl gilt als führender Automobilzulieferer für hochkomplexe Motorenteile der neuesten Generation mit einer 85-jährigen Familientradition. Das Unternehmen ist nach wie vor im Familienbesitz der Nachfahren des Firmengründers Georg Sandmann. Produziert werden Motorenkomponenten für die Pkw-Industrie. Das Produktportfolio beinhaltet hauptsächlich Zylinder-kurbelgehäuse für aktuelle und zukünftige Motorengenerationen aus gewichtsoptimierten Designs in Dünnwandtechnologie. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Serienfertigung von Leichtbau-Zylinderkurbelgehäusen spezialisiert.

Das Eisenwerk Brühl stellt heute mit 1.620 Mitarbeitern und einem Umsatz von 280 Mio. Euro rund 4,4 Mio. Kurbelgehäuse her. Mit den Neuinvestitionen wächst die Kapazität auf 5,4 Mio. Zylinderkurbelgehäuse neuester Bauart und Komplexität. Der jährliche Umsatz steigert sich auf über 330 Mio. Euro in den nächsten 4 Jahren.

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Mit der Inbetriebnahme gehen die weltweit modernsten Kernfertigungszentren CBL 400 und CBL 800 und ein Bearbeitungszentrum PL1a an den Start. Das Kernfertigungszentrum CBL 800 ist ein teilautomatisches und flexibles Kernherstellungszentrum für 350.000 Stück zusätzliche Motorenteile. Hier werden 30 Mitarbeiter im 3-Schichtbetrieb arbeiten und Kerne für Zylinderkurbelgehäuse verschiedener Motorentypen herstellen. Das Zentrum besteht aus fünf Kernschießmaschinen mit automatisierter Montage. Das Kernfertigungszentrum CBL 400 ist vollautomatisiert für 650.000 Motorblöcke. Hier arbeiten 39 hochqualifizierte Mitarbeiter an fünf Kernschießmaschinen und einer vollautomatisierten Kernmontagelinie mit 31 Robotern. Jede der 15 Einzelkomponenten einer Gießform für einen Motorblock wird mit einem optischen Messsystem vor dem Zusammenbau der kompletten Gießform fotografiert, geprüft und nach i. O.-Befund dokumentiert und der Verwendung zugeführt. Schlechte Bauteile gelangen erst gar nicht in die Produktion bzw. zum Kunden. Hiermit erreicht die Firma ihr höchstes Qualitätsziel einer ¿0¿ Fehlerstrategie! Die CBL 400 Linie stellt alle 23 Sekunden eine komplette Gießform für ein Euro 6 Zylinder-Kurbelgehäuse der neuesten gewichtsoptimierten 4 Zylinder-Motorengeneration her. Die Bearbeitungslinie PL1a ist eine Bearbeitungslinie für die Zylinderkurbelgehäuse aus dem neuen Kernfertigungszentrum CBL 400. Hier arbeiten in Zukunft 24 Mitarbeiter im 3-Schichtsystem. Es werden die 4 Zylinder Euro 6-Zylinderkurbelgehäuse entsandet, vom Gießsystem befreit, bearbeitet und mit modernster Strahl- und Sauberkeitstechnologie gereinigt. Diese Bearbeitungs- und Reinigungstechnologie wurde im Eisenwerk Brühl neu entwickelt und gewährleistet eine höchste Bauteilsauberkeit der empfindlichen Zylinderkurbelgehäuse in Dünnwandtechnologie.

Das Eisenwerk will diese Technologie unter seiner Führung auch in Asien etablieren, um eine globale Wachstumsstrategie seines Hauptkunden zu unterstützen. kf

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