Wirtschaft + Unternehmen

Im Kreis auf die Gerade

Wer Profilschienenführungen zum Aufbau von Linearachsen einsetzt, muss um die Ecke denken. Nur auf Tragzahl und dann auf den Preis zu schauen, führt geradewegs in die Sackgasse. Eine vermeintlich günstige Schiene kann schnell teuer werden, wenn mangels Varianten und Zubehör aufwendig Anschlusskonstruktionen und Sonderteile entworfen werden müssen. Da frisst sich auch bei der besten Tragzahl die Kreativität fest. Bei INA in Homburg dagegen wird streng darauf geachtet, dass dem Konstrukteur die Arbeit so leicht läuft wie die Kugelumlaufeinheit auf der Profilschiene.
So stehen allein elf verschiedenen Wagentypen der Kugelumlaufeinheit KUVE zur Wahl. Neben extra langen und kurzen, flachen und hohen auch extrabreite um die hohen Drehmoment, die die Steifigkeit und Tragfähigkeit der Schiene erlauben, auch sauber auf die Anschlusskonstruktion übertragen zu können. In jedem Wagen laufen vier vollkugelige Reihen von Wälzkörpern um. Die sind bewusst klein gewählt, um wiederum die Steifigkeit zu erhöhen und das Laufgeräusch zu reduzieren, und laufen auf ihrer nicht tragenden Seite direkt in einem Schmierkanal. Dieses Fettreservoir ist es, dass Sie die Wartung der Profilschiene schon mal für 40 000 Kilometer vergessen lässt. Schafft das Ihr Wagen vor der Tür auch? Wer sich selbst darum nicht mehr kümmern will, der kann mit einer optionalen Dosiereinheit die Linearführung in ein Minimalmengen-Schmiersystem integrieren. Das freut vor allem Hersteller von Werkzeugmaschinen, wo diese Schmierung fast schon Standard ist.

Schmierung auf Dauer und auf ewig
Die gleiche Gilde wird das integrierte Längenmess-System interessieren. Dazu wird einfach ein elektromagnetischer Maßstab in die Nut auf der Profiloberseite eingelegt und ein Wagen mit eingebauten Sensor aufgesetzt, fertig. Praktisch auch bei der Aufrüstung bestehender Maschinen. Alle Schienen finden übrigens mit einer reichen Auswahl an Spannleisten und -Pratzen an der Tragkonstruktion Halt. Gewohnt elegant wurde das Befestigungsproblem übrigens bei Aluminiumprofilsystem von Item gelöst. Hier hält eine systemeigene Klemmleiste die Schiene sicher auf dem Profil.
Doch zurück zum um die Ecke denken. Nicht immer reicht aus, es Wägelchen oder Portalkonstruktionen auf der Schiene hin und her zu schieben. Manchmal, beispielsweise bei schweren Bearbeitungstischen, muss man den Spieß im wahrsten Sinne des Wortes umdrehen und die Schiene selbst als Antrieb nutzen. Kein Problem, im Programm der Saarländer findet sich nicht nur eine Führungsschiene mit integrierter, gehärteter und geschliffener Schrägverzahnung. Zubehör wie Getriebe, Kupplungen, Antriebswellen und Klemmverbindungen machen es dem Konstrukteur mehr als leicht, dieses Linearführungssystem geradewegs in seine Maschine einzubauen.
Matthias Meier

Links: http://www.ina.com

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