Harting geht stark ins neue Jahr

Höchster Umsatz in Unternehmensgeschichte

Die Harting-Technologiegruppe ist gestärkt in das neue Geschäftsjahr 2015/16 gegangen, das am 1. Oktober 2015 begonnen hat. Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg um 3,7 Prozent auf 567 Millionen Euro. Damit erzielte das Unternehmen den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte. Wir sind mit dieser Entwicklung zufrieden. Dieses Ergebnis entspricht der Prognose von der letzten Jahrespressekonferenz. Wir haben also geliefert“, sagte Philip Harting, Vorstandsvorsitzender und persönlich haftender Gesellschafter. Anfang Dezember 2014 hatte der Harting-Vorstand einen leicht einstelligen Umsatzzuwachs prognostiziert.

Gute Vorstellung geliefert im alten Jahr: Der Vorstand der Harting-Technologiegruppe: Margrit Harting, Dr. Michael Pütz, Philip Harting, Andreas Conrad, Maresa Harting-Hertz, Dr. Frank Brode und Dietmar Harting (von li. n. re). (Foto: Harting)

Amerika stark

Die geschäftliche Entwicklung verlief in den einzelnen Regionen, in denen Harting tätig ist, unterschiedlich. In Europa ohne Deutschland und dem Nahen Osten (EMEA) stieg der Umsatz um 4,6 Prozent auf 183 Millionen Euro. Deutlich wuchs das Geschäft in der Region Americas. Hier verzeichnet das Espelkamper Familienunternehmen ein sattes Plus von 17,3 Plus auf 61 Millionen Euro. Innerhalb von zwei Jahren konnte Harting den Umsatz in Americas um gut ein Drittel steigern. „Die Reindustrialisierung in den USA ist ein Wachstumstreiber. Aber auch das Interesse an unseren Industrie 4.0-Lösungen ist groß. Ich freue mich, dass die USA nächstes Jahr Partnerland der Hannover Messe sind“, führte Philip Harting weiter aus.

Zwei Drittel des Gesamtumsatzes im Ausland

In Asien legte der Harting-Umsatz um drei Millionen Euro auf 129 Millionen Euro zu. In Deutschland betrug der Umsatz wie im Vorjahr 194 Millionen Euro. Zwei Drittel des Gesamtumsatzes erzielt das Unternehmen mittlerweile im Ausland. „Aufgrund der positiven Entwicklung in der Region Americas werden wir unsere Aktivitäten dort verstärken“, betonte Philip Harting. Demnächst soll in Silao/Mexiko die Produktion beginnen. Dort sollen dann kleine Schaltschränke, umspritzte Kabel und Kabelbäume gefertigt werden. Auch die Erweiterungsarbeiten in Rumänien sind so gut wie abgeschlossen. „Wir bauen Schritt für Schritt das weltweite Produktionsnetz aus“, ergänzte Philip Harting. Er betonte, dass mit dem Stabwechsel Anfang Oktober, als er den Vorstandsvorsitz von seinem Vater Dietmar Harting übernahm, die Weichen für eine erfolgreiche Fortführung gestellt wurden. „Dieser Stabwechsel bedeutet Kontinuität – und damit Sicherheit und Verlässlichkeit für unsere Zulieferer, unsere Kunden und für unsere Mitarbeitenden“, betonte Philip Harting.

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Industrie 4.0 treibt an

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Harting seine Marktposition als forschendes und innovatives Unternehmen mit konsequenter Kundenorientierung festigen. Auf der Hannover Messe und der Nürnberger SPS IPC Drives stellte das Unternehmen Produktneuheiten vor, die den Kunden eine rasche und zuverlässige Industrie 4.0-Produktion ermöglichen. Es hat aus den Trends der Integrated Industry (Customisation, Miniaturisation, Identification, Modularisation, Integration und Digitalisation) konkrete Lösungen entwickelt.

Mit Bedacht in das neue Jahr 2016

Auf das Geschäftsjahr 2015/126 blickt Harting verhalten optimistisch, da sich die globalen Geschäftsaussichten weiter eingetrübt haben, wie aktuelle Einschätzungen der Verbände beziehungsweise des Wirtschaftsministeriums bestätigen. „Ich nenne hier in diesem Zusammenhang das schwächer werdende Wachstum in China oder die Wachstumsverlangsamung in den Schwellländern. Bedenken Sie zudem: Auch der Maschinenbau rechnet im kommenden Kalenderjahr 2016 mit einem Nullwachstum“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Klares Bekenntnis zur Region

Harting bekennt sich zu den Standorten Espelkamp, Rahden und Minden im Kreis Minden-Lübbecke. „Wir haben im abgelaufen Geschäftsjahr rund 48 Millionen Euro investiert, davon einen Großteil hier vor Ort. Im laufenden Geschäftsjahr werden es sogar rund 50 Millionen Euro sein. Das ist ein klares Bekenntnis zur Region. Und es sichert Arbeitsplätze“, sagte Maresa Harting-Hertz, Vorstand Finanzen und Einkauf und persönlich haftende Gesellschafterin. Weltweit wurden 180 neue Stellen geschaffen. Die Anzahl der Mitarbeitenden samt Auszubildenden lag am Ende des Geschäftsjahres weltweit bei 4.228. pb

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