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Harting: Umsatz stagniert auf hohem Niveau
Trotz eines leichten Umatzrückgangs um 0,4 Prozent auf 479 Millionen Euro, zeigte sich Dietmar Harting, persönlich haftender Gesellschafter der Harting KGaA, anlässlich der gestrigen Bilanzpressekonferenz in Espelkamp zuversichtlich. "Das Ergebnis entspricht voll und ganz unseren Erwartungen", erklärte der 73-Jährige vor Journalisten.
"Angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage hatten wir uns bereits Ende 2011 zum Ziel gesetzt, den Umsatz auf dem hohen Niveau des vorherigen Geschäftsjahres zu konsolidieren. Das haben wir geschafft ", so Harting.
Die geschäftliche Entwicklung verlief in den einzelnen Regionen jedoch unterschiedlich. Erfreulich zeigte sich vor allem die Region Americas (USA, Südamerika und Kanada). Hier konnte der Umsatz um 13,6 % auf 50 Mio. Euro (Vorjahr: 44 Mio.) gesteigert werden. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2008/2009 bedeutet dies ein Plus von 100 %. In Europa (ohne Deutschland) gab es ebenfalls einen Zuwachs. Der Umsatz erhöhte sich um 4,3 % auf 170 Mio. Euro (Vorjahr: 163 Mio.). Im Vergleich zu 2008/2009 lag die Steigerung bei knapp 50 Prozent. Dagegen waren die Umsätze in Deutschland mit 177 Mio. Euro (Vorjahr: 181 Mio.) leicht rückläufig. In Asien verzeichnete das Familienunternehmen dagegen einen deutlichen Rückgang um fast 12 % auf 82 Mio. Euro. Knapp zwei Drittel (63 %) seiner Erlöse erzielt das Espelkamper Unternehmen nach wie vor im Ausland.
Der weitaus größte Umsatzanteil entfällt auf den Bereich Connectivity & Networks, der vom Vorstandsmitglied Philip F.W. Harting verantwortet wird. Diese Sparte umfasst die elektrischen und elektronischen Steckverbinder, die Geräteanschlusstechnik, die Netzwerkkomponenten und konfektionierten Systemkabel.
Harting-Lösungen finden Anwendung im Maschinen- und Anlagenbau, der Automatisierungstechnik, der Energieerzeugung und -verteilung, der industriellen Elektronik, der Geräteanschlusstechnik und der Transportindustrie bis hin zur Medizin-, Rundfunk-, Bühnen- und Veranstaltungstechnik. Unter der Marke Han, einem Standard im weltweiten Markt, entwickelt und vertreibt das Unternehmen im Bereich Installation Technology Industrie-Steckverbinder und Installationskonzepte für die Versorgung von Maschinen und Anlagen mit Daten, Signalen und Power. Darüber hinaus widmet sich das Unternehmen verstärkt dem Bereich AutoID-Lösungen (Automatisches Erkennen von Objekten) für die industrielle Produktion und Intralogistik. Ab dem 1. Januar 2013 wird die neugegründete Harting IT Systemintegration GmbH & Co. KG in diesem Geschäftsfeld das komplette Portfolio von der Hard- und Software bis hin zu Beratung und Serviceleistungen aus einer Hand anbieten.
Trotz des konsolidierten Geschäftsverlaufs hat die Technologiegruppe weltweit die Zahl der Mitarbeitenden weiter erhöht. Mit einer Belegschaft von 3.512 Mitarbeitenden (Vorjahr: 3.394) erreichte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr ein neues Rekordniveau. An den drei Standorten im Kreis Minden-Lübbecke (Espelkamp, Rahden und Minden) beschäftigte Harting zum 30. September dieses Jahres 1.877 Menschen. Das sind fünf mehr als ein Jahr zuvor. In den 36 ausländischen Tochtergesellschaften nahm die Zahl der Mitarbeitenden deutlicher zu - von 1.522 (2011) auf 1.635. Das entspricht einem Plus von 7,4 %. Die stärkste Zunahme gab es in den Produktionsbetrieben in Sibiu in Rumänien und in der Vertriebsorganisation in den USA (jeweils plus 11 %). Die Zahl der Ausbildungsplätze wurde abermals um rund 15 % gesteigert. Für die besondere Qualität der Ausbildung sprechen die Gesamtdurchschnittsnote von 1,9 der 24 Absolventen und die zahlreichen Auszeichnungen der diesjährigen Auslerner.
Im Zentrum der Investitionen im neuen Geschäftsjahr steht der Bau des Harting Qualitäts- und Technologiezentrums (HQT), der im April mit dem Spatenstich begonnen wurde. Veranschlagt sind dafür rund 10 Mio. Euro. In dem Espelkamper Technologiezentrum mit seinen 60 Arbeitsplätzen wird an neuen Technologien für zukünftige Produkte und Lösungen geforscht. Ausbauen will die Technologiegruppe daneben ihre Kapazitäten in Rahden. 2010 wurde dort ein Gebäude im Industriegebiet Ost bezogen. Mittelfristig soll das Betriebsgelände um rund 20 Hektar erweitert werden. Für einen ersten Bauabschnitt werden 10 Hektar benötigt. Bei der Bezirksregierung Detmold wurde die notwendige Änderung des Regionalplanes beantragte. Auch am Standort Espelkamp hat die Technologiegruppe ein weiteres Grundstück erworben, auf dem ein neues Logistikzentrum entstehen soll. kf









