Jahresbilanz Schuler

Andrea Gillhuber,

Ergebnis unter Vorjahr, Auftragseingang wächst

Schuler hat sein Jahresergebnis 2018 veröffentlicht. Handelskonflikte, Sondereffekte und auch der Preisdruck drücken das Ergebnis. Mit 1,212 Milliarden Euro bewegt sich der Umsatz des Pressenbauers unter dem Niveau vom Vorjahr (1,220 Milliarden Euro). Das Ergebnis liegt mit 13,5 Millionen Euro deutlich unter dem von 2017 (67,4 Millionen Euro). Als Gründe hierfür nennt Schuler Kapazitätsanpassungen innerhalb des Konzerns sowie Abschreibungen auf den aktiven Geschäftswert der Werkzeugbau-Tochter Aweba. Positiv entwickelte sich der Auftragseingang: Er stieg von 1,141 Milliarden Euro in 2017 auf 1,255 Milliarden Euro an. Die Eigenkapzitalquote des Unternehmens konnte von 38,1 auf 40,1 Prozent gesteigert werden.

Schuler hatte in der Vergangenheit mit einem sinkenden Auftragseingang und defizitären Geschäftsbereichen zu kämpfen. Letztere werden nun konsequent überprüft und gegebenfalls abgewickelt. Auch sollen sich Innovationen näher am Kundenbedarf orientieren, um teure technische Überdimensionierungen zu verhindern und preislich wettbewerbsfähig zu sein. Mit neuen mechanischen Pressen im mittleren Preissegment und einer konsequenten Digitalisierung der wesentlichen Produktlinien möchte das Unternehmen ab 2019 zusätzliche Marktanteile gewinnen.

Als ein Schritt in diese Richtung ist auch das Joint-Venture „Smart Press Shop“ mit Porsche zu sehen. Dafür baut der Pressenspezialist gemeinsam mit dem Automobilhersteller ab diesem Jahr ein modernes Presswerk für die digitalisierte Automobilproduktion auf. Der Betriebsbeginn der Produktionsanlage ist für das Jahr 2021 geplant. Ziel ist es, vor allem das Porsche-Werk in Leipzig mit geringem logistischem Aufwand und möglichst niedrigen ökologischen Belastungen mit Karosseriebauteilen zu versorgen.

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