Wirtschaft + Unternehmen

Ephy-Mess: Neues Firmengebäude eingeweiht

Der mit einem Investitionsvolumen von knapp fünf Millionen Euro errichtete Erweiterungsbau von Ephy-Mess wurde vor wenigen Tagen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit zusätzlichen 2.220 Quadratmetern Produktions- und Bürofläche setzt der Hersteller industrieller Temperaturmesstechnik weitere Impulse für zukünftiges Wachstum.

Das Ephy-Mess Gebäude samt Erweiterungsbau in Wiesbaden-Delkenheim.

Bereits 2008, ein Jahr nach dem Umzug in das neue Firmengebäude in Wiesbaden-Delkenheim, wurden erste Pläne für den Erweiterungsbau geschmiedet. Durch die Wirtschaftskrise 2009 musste der Wiesbadener Messtechnikproduzent die Baupläne zunächst ad acta legen, um sie nach 11-monatiger Kurzarbeit dann in Rekordzeit doch noch umzusetzen. "Flexibilität ist die Existenzgrundlage für einen Mittelständler", betonte Andreas Becker, Geschäftsführer des 1955 gegründeten Familienunternehmens. Er blickt optimistisch in die Zukunft: Der Umsatz mit den Sensoren für Windkraftgeneratoren, Elektromotoren, Hochgeschwindigkeitszügen und Industrieanlagen stieg nach 8,1 Millionen Euro in 2009 im vergangenen Jahr von 12,05 auf 14,25 Millionen Euro bei erneut gewachsener Exportquote.

Klaus Baur, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland e.V., hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Unternehmens für die gesamte Bahnindustrie hervor. Vertreter von Stadt und IHK würdigten die Produktionserweiterung als Meilenstein und betonten die soziale Verantwortung als Arbeitgeber. Die Geschäftsführung kämpft seit über 5 Jahren für eine Kindertagesstätte im Gewerbegebiet am Unternehmensstandort. Becker hatte zuvor in seiner Rede betont: "Wir werden nicht locker lassen, um eine arbeitsplatznahe Lösung zu finden. Eine Kita ist ein wichtiges Argument, um Stammpersonal zu binden und neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Ingenieure sind Mangelware im Rhein-Main-Gebiet."

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In einem Betriebsrundgang erhielten die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien einen Einblick in die industrielle Sensorfertigung. Hierbei zeigte man sich verwundert über den hohen Anteil an Handarbeit, sowie über eine Frauenquote, die derzeit bei fast 80 Prozent liegt. kf

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