Energiesparende Ventilatoren sorgen für Umsatzplus

Ziehl-Abegg wächst im ersten Halbjahr um 6,8 Prozent

Der Ventilatoren- und Motorenbauer Ziehl-Abegg blickt auf ein gutes erstes Halbjahr 2013 zurück. Der Umsatz ist 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Umsatztreiber waren vor allem Länder in Asien und Amerika, doch auch der Absatz in Deutschland ist um mehr als 9 Prozent gestiegen. Im ersten Halbjahr 2012 lag der Umsatz bei 180 Mio. Euro, im ersten Halbjahr 2013 bei 192 Mio. Euro.

Engagierte Mitarbeiter stellen bei Ziehl-Abegg leistungsstarke und energiesparende Ventilatoren her.

"Wir wachsen ohne Zukäufe aus eigener Kraft rein organisch", betont Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl. Obwohl das wirtschaftliche Umfeld schwierig ist und obwohl Wettbewerber Personalabbau sowie Minuszahlen verkünden müssen, geht bei Ziehl-Abegg der Umsatz deutlich nach oben. Ein wichtiger Grund für das Wachstum sind die neuen, energiesparenden Produkte, die nach der Bemusterung nun "richtig in den Markt einschlagen", sagt Fenkl. Selbst in Südeuropa sind die Auftragsbücher der Künzelsauer unerwartet gut gefüllt. Spitzenreiter ist allerdings China (plus 22,7 Prozent). Technikvorstand Norbert Schuster nennt exemplarisch die Ventilatoreneinheit ZAplus, welche den Stromverbrauch der Geräte um deutlich mehr als 20 Prozent verringert. "Dass uns Dritte eine hohe Qualität und enorme Entwicklungsleistung bestätigen, freut uns", unterstreicht Schuster. Er verweist auf den renommierten Plus X Award, bei dem dieses Ventilatorensystem als "Best product of the year" ausgezeichnet worden ist. Neben dem großen Geschäftsfeld Ventilatoren steuert der Motorenbau annähernd 14 Prozent zum Umsatz bei. Der klassische Motorenbau für die Aufzugs- und Medizintechnik wächst solide. Der Start einer Serienproduktion von elektrischen Antriebssystemen für Stadtbusse ist nun greifbar. Nach der Vorstellung des ZAwheel, eines Elektromotors in der Mitte eines Omnibusrades, im vergangenen September auf der IAA Nutzfahrzeuge zeigt sich die Branche begeistert. Im Mai hat Europas sechstgrößter Bushersteller VDL Bus & Coach (1,75 Mrd Euro Umsatz) das erste Serienmodell eines Stadtbussee mit dem getriebelosen Radnabenantrieb aus Künzelsau vorgestellt.

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"Wir schaffen am Standort Deutschland die Möglichkeiten für weiteres Wachstum", weist Finanz- und Personalvorstand Achim Curd Rägle auf den Neubau im Gewerbepark Hohenlohe hin. Für 24 Millionen Euro entsteht dort bis zum Jahresende ein modernes Werk für die Geschäftsbereiche Antriebstechnik und Automotive. "Wir schaffen ein Umfeld, in dem sich junge Leute positiv entwickeln und mit Freude eine sehr gute Ausbildung absolvieren", sagt Rägle und erinnert an mehrere Auszeichnungen für Auszubildende und junge Fachkräfte. Die Mitarbeiterzahl an den deutschen Standort liegt bei 1850. Insgesamt arbeiten bei Ziehl-Abegg 3200 Menschen.

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