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Siemens legt Grundstein für Konzernzentrale
Gemeinsam mit Münchens Oberbürgermeister Christian Ude legte Siemens- Vorstandschef Peter Löscher am Montag den Grundstein für die neue Konzernzentrale, die bis Ende 2015 am Wittelsbacherplatz entstehen wird.
Das künftige Innenstadtquartier wird den Mitarbeitern ein modernes Arbeitsumfeld bieten und im Erdgeschoss für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein. Siemens hat sich für den Neubau die höchsten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und wird die Kriterien für den Niedrigstenergie-Standard bei Gebäuden erfüllen.
"Erstmals seit dem Bau des Verwaltungsgebäudes in Berlin Siemensstadt vor hundert Jahren legt Siemens heute wieder einen Grundstein für den Sitz des Unternehmens - für unsere Unternehmenszentrale der Zukunft", sagte Löscher. Die Grundsteinlegung sei ein Treuebekenntnis zu München und zur Heimat des Konzerns. Löscher betonte dabei das vertrauensvolle Miteinander zwischen Siemens und der Stadt München. "Der Siemens-Campus wird eine Bereicherung für München. Ein Weltkonzern, der sich nicht abschottet, sondern aktiv die Öffentlichkeit zu sich einlädt, das ist großartig", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude.
Die neue Konzernzentrale lässt sich bequem zu Fuß zwischen der Münchener Altstadt und den Museen im Kunstareal der Maxvorstadt durchqueren. Attraktiv gestaltete Innenhöfe mit Gastronomie und Ausstellungsflächen laden zum Flanieren und Verweilen ein. Gleichzeitig sorgt die Funktionalität der Gebäudetechnik für flexible und komfortable Arbeitswelten auf den sechs Obergeschossen.
Das Bauprojekt liegt im Zeitplan. Knapp neun Monate hatte der Abbruch der alten Gebäude gedauert. Ein intelligentes Logistikkonzept und eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen wie die Errichtung einer zehn Meter hohen und insgesamt rund 300 Meter langen Schallschutzwand haben die Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft auf ein Minimum reduziert. Die Schaffung von Baurecht verlief erfolgreich. Der Bebauungsplan wurde in Rekordzeit zur Rechtskraft geführt und bereits die Baugenehmigung erteilt. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München konnte der ambitionierte Zeitplan zügig eingehalten werden.
Die neue Konzernzentrale hat sich die höchsten Nachhaltigkeitsziele gesetzt - die Zertifizierung nach den Gebäudestandards DGNB Gold (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, national) und LEED Platin (Leadership in Energy and Environmental Design, international). Darüber hinaus werden die Kriterien für den Niedrigstenergie-Standard eingehalten. Photovoltaikanlagen am Dach, die Speicherung von Regenwasser im Gebäude zur Wasserversorgung sowie die Energiegewinnung aus der Bodenplatte sind Beispiele für den schonenden Umgang mit Ressourcen. Die Konzeption des Baukörpers sowie dessen Wärmedämmung und Verschattung sorgen dafür, dass möglichst wenig Energie benötigt wird. Die schrägen, sich nach oben öffnenden Fassaden gewähren einen hohen Grad an Helligkeit. Darüber hinaus tragen LED-Beleuchtung sowie Wasser sparenden Armaturen und eine bedarfsgerechte Anlagensteuerung dazu bei, die Kriterien eines Niedrigstenergiegebäudes zu erfüllen. kf









