Deutsche Wirtschaft

Annina Schopen,

Stimmung trübt sich ein

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich laut ifo Institut eingetrübt. Steigende Energiepreise und die drohende Gasknappheit bereiten der deutschen Wirtschaft nach wie vor Sorgen. Auch die Exporterwartungen haben sich verschlechtert.

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 92,3 Punkte gefallen, nach 93,0 Punkten im Mai. © ifo Institut

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 92,3 Punkte gefallen, nach 93,0 Punkten im Mai. Die Unternehmen seien etwas weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage, die Erwartungen fielen pessimistischer aus, wie das ifo Institut in seinem Geschäftsklimaindex für Juni bekannt gab.

Im verarbeitenden Gewerbe habe der Index einen deutlichen Dämpfer erhalten. Die Unternehmen bewerteten die aktuelle Lage etwas schlechter. Zudem blicken sie merklich pessimistischer auf das zweite Halbjahr. Insbesondere die chemische Industrie sei höchst beunruhigt.

Im Dienstleistungssektor habe sich das Geschäftsklima dagegen merklich verbessert. Dies sei auf deutlich weniger skeptische Erwartungen zurückzuführen. Die Dienstleister bewerteten die aktuelle Lage etwas besser. Das Gastgewerbe erlebe einen guten Sommer. Transport und Logistik blicken hingegen pessimistisch auf das zweite Halbjahr.

Im Handel habe der Indikator stark nachgegeben. Die Händler seien deutlich weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen fielen auf den niedrigsten Stand seit April 2020. Groß- und Einzelhändler blicken äußerst sorgenvoll auf die kommenden Monate.

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Im Bauhauptgewerbe stieg das Geschäftsklima. Die Unternehmen bewerteten die Lage besser. Ihre Erwartungen blieben pessimistisch, wenn auch etwas weniger als im Vormonat.

Exporterwartungen gesunken

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren habe sich leicht verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen seien im Juni auf plus 3,7 Punkte gefallen, von plus 4,4 Punkten im Mai. Logistikprobleme und hohe Unsicherheit drücken den Ausblick der deutschen Exportwirtschaft.

In der Automobilindustrie seien die optimistischen Erwartungen jedoch zurückgekehrt. Die Branche erwarte erstmals seit Februar wieder Zuwächse beim Auslandsgeschäft. Auch der Maschinenbau, die Getränke- sowie die Bekleidungshersteller rechnen damit, mehr zu exportieren.

Einen deutlichen Dämpfer mussten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen verkraften, ihre Erwartungen fielen auf den niedrigsten Wert seit Juni 2020. Von Zuwächsen werde nur noch selten gesprochen. Rückläufige Auslandsumsätze erwarten die Möbelhersteller sowie die Drucker.

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