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Demag Cranes: Ein Kran mischt nach Rezept
Die schwedische Eisengießerei Arvika Gjuteri hat einen neuen Demag Prozesskran mit integriertem Wiege- und Wegmesssystem in Betrieb genommen. Mit der Investition in moderne Krantechnologie verfolgte der traditionsreiche Hersteller von Gussteilen für Nutzfahrzeuge und Geländewagen das Ziel, die Umschlagleistung bei der Handhabung von Schrott deutlich zu erhöhen und damit den gestiegenen Produktionskapazitäten anzugleichen. Für das Unternehmen ist dies ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsposition auf den internationalen Märkten zu festigen und weiter auszubauen: Während der alte Kran bis zu 60 Minuten für einen Arbeitsdurchlauf benötigte, schafft die neue Krananlage diese Arbeit innerhalb von nur zwölf Minuten.
Am zentralen Firmensitz von Arvika in der gleichnamigen Stadt in der Provinz Värmland Iän ersetzt der Demag Zweiträger-Prozesskran ZKKW einen Kran älterer Bauart und übernimmt die Zusammenstellung von Schrottmaterial - auch Gattierung genannt - sowie dessen Übergabe an den Induktions-Schmelzofen. Mit dem alten Kran mussten die Arvika-Mitarbeiter täglich 24 Stunden am Schrottplatz und im Schmelzbetrieb arbeiten, jetzt kann der neue Kran das gleiche Gewicht an Schrott in weniger als zwei Arbeitsschichten umschlagen. Damit ist der Gattierungskran auch für zukünftige Kapazitätserhöhungen ausgelegt.
Bei der Arvika wird der Schrott sortenrein in neun Boxen bereitgestellt. Aufträge zur Materialaufnahme werden dem Kranpersonal in den Steuerstand übermittelt. Darin enthalten sind Informationen über die jeweils zu entnehmenden Mengenanteile aus den einzelnen Boxen. Diese sind in sog. Rezepturen festgeschrieben, um im Ergebnis einen Gusswerkstoff zu erhalten, der exakt die gewünschten Eigenschaften aufweist.
Der an fünf Tagen pro Woche im Zwei-Schicht-Betrieb arbeitende Kran nimmt zunächst das Material mit dem größten Mengenanteil aus einer Box und ermittelt gleichzeitig das Gewicht über eine in der Windwerkkatze integrierte geeichte Kranwaage. Auf Basis dieser Daten werden die Mengenanteile für die weiteren Materialien ermittelt, per Funk zur Kabine übertragen und dort angezeigt. Sobald die gewünschte Endrezeptur vervollständigt ist, wird die Mischung über einem Abwurfkegel abgekippt, von wo es per Fördertechnik in den Schmelzofen gelangt. Je präziser die jeweilige Mischung durch den Kran hergestellt wird, desto weniger hochpreisige Legierungen werden benötigt. bw









