Wirtschaft + Unternehmen

Compamed: Zuliefer erweisen sich als Partner

Europäische MedTech-Unternehmen investieren durchschnittlich acht Prozent ihres Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Vielfach liegt der Produktlebenszyklus bei nicht einmal zwei Jahren. Wer von dieser Entwicklung und in der Folge vom Wachstum des Marktes nicht abgehängt werden will, muss seine unternehmensinternen Prozesse mit denen der Zulieferer verzahnen. Dazu gehört im Wesentlichen die Beantwortung der Frage, mit welcher Fertigungstiefe neue Geräte, Produkte und Instrumente im eigenen Haus entwickelt und produziert und welche Prozesse besser auf Lieferanten verlagert werden.

MedTech-Hersteller und ihre Lieferanten verzahnen die Zusammenarbeit immer stärker, bemerkt Düsseldorf-Messe-Geschäftsführer Joachim Schäfer anlässlich der Compamed.

Dass sich die Zulieferer für die MedTech-Industrie in Bezug auf alle Stufen der Wertschöpfung als leistungsfähige Partner erweisen, stellen sie jedes Jahr auf der Compamed in Düsseldorf zur Schau.

Entsprechend der starken Buchungsnachfrage kündigt sich zur Compamed 2012 (14. bis 16. November) in den Hallen 8a und 8b eine Beteiligung mindestens auf dem Niveau des Spitzenwertes aus dem Vorjahr an. Das entspricht mehr als 600 Ausstellern aus gut 35 Nationen und etwa 11.300 Quadratmeter gebuchter Fläche.

Zusammen mit der Medica (ca. 4.500 Aussteller) wird erneut das komplette Düsseldorfer Messegelände belegt. Während sich die Medica mit ihrem Programm an die medizinischen Anwender richtet, bilden Ingenieure, Entwickler und Einkäufer der Medizintechnik-Industrie den Kern der Besucher der Compamed. Im Jahr 2011 zählten beide Veranstaltungen insgesamt 134.500 Fachbesucher, wovon sich 16.000 gezielt für die Themen der Compamed interessierten.

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Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf: ¿Beispielhaft für die immer engere Zusammenarbeit zwischen Zulieferern und ,MedTech'-Anbietern ist der Bereich der Dienstleistungen. Waren früher die Zulieferer vorrangig Partner für die Produktion bestimmter Bauteile und Komponenten, so werden sie jetzt verstärkt auch in nachgelagerte Prozess-Phasen der Produktlebenszyklen eingebunden Teils agieren die Zulieferer aber auch gleich als Auftragsfertiger für komplette medizintechnische Geräte und Produkte. Ob EKG-Gerät, Defibrillator oder Labor-Applikation für die schnelle Point-of-Care-Diagnostik, die Zulieferer bieten eine immer länger werdende Liste an ,fertigen' Systemen und Produkten an inklusive komplexer Prüfleistungen zur Qualitätssicherung. Für den Kunden ergibt sich dadurch der Vorteil, sich auf Kernfelder zu spezialisieren, gleichzeitig aber trotzdem ein Komplettangebot anbieten zu können. Denn ambulante wie stationäre Anwender wissen die Lieferung und den Service aus einer Hand zu schätzen."

In Ergänzung zu den Ausstellerpräsentationen gewähren auch zwei Foren Einblicke in die Medizintechnik "von Morgen": Das Compamed High-Tech-Forum in Halle 8a, das IVAM Fachverband für Mikrotechnik organisiert wird und das Suppliers Forum in Halle 8b. Beide Foren richten sich an Spezialisten aus der medizinischen Zulieferindustrie. Sie informieren in ihren Vorträgen über Neues aus den Bereichen Materialien, Produktionstechniken, Nanotechnologie sowie Prozesssteuerung und Global Sourcing. bw

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