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Bosch Rexroth-Getriebe bohrten am Gotthard mit
Der Durchbruch ist geschafft: Mehr als 2.000 Meter unterhalb der Skipisten des Gotthard-Massivs haben seit 2003 Tunnelbohrmaschinen den längsten Verkehrstunnel der Welt durch massives Alpengestein getrieben. Auf 57 Kilometer beläuft sich die Eisenbahnstrecke durch das Alpenmassiv. Am 15. Oktober 2010 öffneten die Maschinen die Verbindung zwischen den von beiden Seiten vorangetrieben Tunnel. Die Arbeiten waren im Jahr 1999 begonnen worden. Die Kosten werden sich für den Gotthard-Basistunnel am Ende auf etwa 18 Milliarden Euro belaufen, schätzen Schweizer Fachleute. Mit der Inbetriebnahme wird für 2016 oder 20176 gerechnet. In dem neuen Verkehrstunnel wird eine Schienenverbindung der Strecke Basel - Mailand verlaufen und die Alpenregion vom LKW-Verkehr entlasten. Die Strecke zwischen Deutschland und Italien wird dann um ca. 40 Kilometer verkürzt.
Vor allem die Zielgenauigkeit der Bohranlagen ist frappant. Die Abweichung beim Durchbruch lag bei einem Durchmesser von zehn Metern im Tunnel nur acht Zentimetern in der Horizontalen und ein Zentimeter in der Vertikalen. Dabei setzten die auf Sissi, Heidi sowie Gabi 1 und Gabi 2 getauften Maschinen ständig doppelt soviel Kräfte ein, wie der Hauptantrieb des Space Shuttles beim Start als Schubkraft benötigt. Mitsamt den Nachläufern betrug die Länge 400 Meter. Die Leistung je Bohrmaschine lag bei etwa 5.000 PS.
"Auf 15.000 Betriebsstunden ausgelegte Getriebe von Rexroth wandelten diese Kräfte zuverlässig in gleichmäßige Bewegungen der neun Meter durchmessenden Tunnelbohrmaschinen um", beschreibt Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, den Beitrag der Rexroth-Technik zu diesem Projekt. bw









