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Bilanzpressekonferenz: KSB erzielt Gewinn

Über ein Rekordergebnis (EBT) von 200,1 Mio. Euro (VJ: 128,7 Mio. Euro) berichtete der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB am 28. April auf seiner Bilanzpressekonferenz in Frankenthal. Wie Vorstandssprecher Dr. Wolfgang Schmitt ausführte, übertrafen sowohl die Umsatzhöhe von 1.991,7 Mio. Euro (VJ: 1.770,9 Mio. Euro) wie auch die Umsatzrendite von 10,0 Prozent (VJ: 7,3 Prozent) deutlich die zu Beginn des Geschäftsjahres geäußerten Erwartungen.

Mit einem Plus von 12,7 Prozent (VJ: 12,9 Prozent) auf 2.179,0 Mio. Euro hat der Auftragseingang von KSB 2008 erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Marke überschritten. Den Zuwachs um 244,7 Mio. Euro verdankt der Konzern zu mehr als zwei Dritteln den Bestellungen von Kunden der Energie- und Wasserwirtschaft. So sind alleine die Aufträge für Kraftwerkspumpen und -armaturen sowie zugehörige Serviceleistungen um rund 100 Mio. Euro gestiegen. Im Geschäft mit Wasserpumpen und -armaturen waren es vor allem große Infrastrukturprojekte, einschließlich des Baus neuer Meerwasser-Entsalzungsanlagen, die das Wachstum des Auftragseingangs gefördert haben. Insgesamt blieben allerdings Kunden aus der Industrie die wichtigsten Auftraggeber.

Der Konzernumsatz verzeichnete mit einem Plus von 12,5 Prozent (VJ: 10,2 Prozent) einen vergleichbar starken Anstieg. Aufgrund ihres hohen Anteils am Gesamtgeschäft erzielten die europäischen Gesellschaften auch den in Summe stärksten Umsatzzuwachs. Besonders erfreulich entwickelte sich die deutsche KSB AG. Sie erhöhte ihren Umsatz (nach HGB) um 17,6 Prozent auf 819,5 Mio. Euro.

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Mit dem Konzernergebnis vor Steuern von 200,1 Mio. Euro hat sich KSB um 55,5 Prozent verbessert; der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 123,1 Mio. Euro (VJ: 76,8 Mio. Euro) liegt um 60,3 Prozent über dem des Vorjahres. Das Ergebnis je Stammaktie beträgt 70,17 Euro (VJ: 43,73 Euro), das der Vorzugsaktie 70,43 Euro (VJ: 43,99 Euro).

Da sich auch das Vorsteuerergebnis der KSB AG (nach HGB) auf 52,8 Mio. Euro (VJ: 21,8 Mio. Euro) kräftig verbessert hat, werden Vorstand und Aufsichtsrat der KSB AG der Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende je Stammaktie auf 12,50 Euro (VJ: 9,00 Euro) und je Vorzugsaktie auf 12,76 Euro (VJ: 9,26 Euro) anzuheben.

Die Bilanzsumme des Konzerns ist um 13,0 Prozent auf 1.421,4 Mio. Euro gestiegen. Wegen der guten Ergebnissituation hat sich die Eigenkapitalquote, trotz der gestiegenen Bilanzsumme, auf 42,6 Prozent (VJ: 40,2 Prozent) erhöht.

Seine Konzernbelegschaft hat KSB bis Jahresende 2008 auf 14.345 Mitarbeiter vergrößert und somit 418 neue Stellen geschaffen. Da der zusätzliche Personalaufwand jedoch in Relation zum Anstieg der Gesamtleistung geringer ausfiel, hat sich die durchschnittliche Leistung je Mitarbeiter auf 142 T Euro (VJ: 131 TEuro) nochmals verbessert.

Im aktuellen Geschäftsjahr muss sich KSB insgesamt auf eine deutlich veränderte Marktlage einstellen. Hierauf weist die auf der Bilanzpressekonferenz vorgelegte Zwischenmitteilung des Unternehmens über das erste Quartal hin. Danach ist der Auftragseingang im Konzern in den ersten drei Monaten 2009 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent auf 512,7 Mio. Euro (VJ: 578,0 Mio. Euro) zurückgegangen. Auch für das Gesamtjahr 2009 rechnet KSB mit einem gegenüber dem Vorjahr verringerten Auftragseingang. Einem vor allem in der Industrie- und Gebäudetechnik rückläufigen Standardgeschäft steht eine vergleichsweise stabile Auftragslage bei Großpumpen und -armaturen gegenüber.

Der Konzernumsatz ist von Januar bis März 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 8,4 Prozent auf 470,8 Mio. Euro (VJ: 434,5 Mio. Euro) gestiegen. Die weitere Umsatzentwicklung wird durch einen hohen Auftragsbestand begünstigt, der Ende März rund 990 Mio. Euro betrug. Dennoch wird der Umsatz zum Jahresende konjunkturbedingt voraussichtlich unter dem von 2008 liegen. Auch das Konzernergebnis wird durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich belastet sein.
Der KSB-Vorstandssprecher sieht den Konzern für die neue Nachfragesituation insgesamt gut gerüstet. Neben dem hohen Auftragsbestand verfüge KSB über eine "solide Finanzbasis" und ein "breites Marktfundament". Gerade in der aktuellen Situation erweise es sich als Vorteil, dass KSB im Markt sowohl regional wie nach Branchen ¿breit aufgestellt" sei. So könne man die Kapazitäten in Vertrieb und Produktion verstärkt auf solche Geschäftsfelder ausrichten, die von dem Konjunktureinbruch weniger stark betroffen seien. Angesichts der Unsicherheit aktueller Konjunkturprognosen sei jedoch noch nicht absehbar, wie sich die Nachfrage einiger Branchen in den kommenden Monaten weiter entwickeln und die Auftragslage beeinträchtigen werde.

Der veränderten Marktsituation werde KSB außerdem mit zusätzlichen vertrieblichen Maßnahmen und einem Kostensparprogramm begegnen. Ein Vorsatz für 2009 sei es, "Mitarbeiter und Unternehmen sicher durch die Krise zu bringen" und aus dieser gestärkt hervorzugehen.

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