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Artikel und Hintergründe zum Thema

Antriebssystem Power Mela

Mit Baumüller elektrisch durch die Stadt

Mit dem Antriebssystem Power Mela, das im Rahmen einer Kooperation zwischen Baumüller und Sensor-Technik Wiedemann entwickelt wurde, können sowohl hybride Antriebskonzepte als auch vollelektrische Antriebe realisiert werden. Die Kombination aus permanenterregtem Synchronmotor und Vier-Quadranten-Frequenzumrichter findet in Hybridantrieben etwa in Landmaschinen oder Pistenraupen Einsatz und erwies sich nun auch in rein batteriebetriebenen Stadtbussen als erfolgreich.

Das Antriebssystem der elektrischen Stadtbusse mit permanenterregtem Synchronmotor, integriertem Vier-Quadranten-Frequenzumrichter und Dreigang-Doppelkupplungsgetriebe. (Foto: Baumüller)

Das kanadische Unternehmen Kinetics Drive Solutions integrierte den kompakten Antrieb mit einer Leistung von 140 Kilowatt in vollelektrische Stadtbusse. Dank der festen Routen und dem damit genau vorhersehbaren Energiebedarf der Linienbusse sind diese geradezu prädestiniert für den Einsatz elektrischer Antriebe. Die 65-sitzigen Busse werden von einem Power Mela in Verbindung mit dem Dreigang-Doppelkupplungsgetriebe Nex Drive von Kinetics angetrieben. Diese Getriebe wurden speziell für mittlere und schwere Elektrofahrzeuge entwickelt und sind damit eine robuste, effiziente und zuverlässige Lösung für Busse und Lastwagen.

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Das Antriebskonzept Power Mela erfüllt mit seiner hohen Leistungsdichte, seiner kompakten und robusten Bauweise und seiner Rekuperationsfähigkeit alle Anforderungen der elektrischen mobilen Antriebstechnik. Die Kompaktheit wird zum einen durch die Integration des Umrichters und zum anderen durch die kompakte Bauweise des Elektromotors bedingt. Der Motor bietet dank seines innovativen, direkten Kühlkonzeptes eine hohe Leistungsdichte. Damit erfordert das Antriebssystem minimalen Bauraum und bringt mit Motor, Umrichter und Getriebe rund 300 Kilogramm auf die Waage. Außerdem hat Baumüller den permanenterregten Synchronmotor mit tief vergrabenen Magneten konstruiert. Der Antrieb wird so einerseits besonders robust und andererseits leistungsstark, mit hohen Drehmomenten über den gesamten Drehzahlbereich hinweg. Dadurch und dank der genauen Regelbarkeit des Motors bleibt eine Unterbrechung der Zugkraft beim Schalten nahezu vollständig aus. Diese Verbesserung des Schaltvorgangs optimiert den Wirkungsgrad des gesamten Systems und führt zu höherer Dynamik und gesteigertem Fahrkomfort. Um jegliche Energieverluste zu vermeiden, kann in den Bussen außerdem Bremsenergie in die Batterien zurückgespeist werden. Dies ist besonders bei Stadtbussen von Vorteil, da deren Fahrprofil durch häufiges Abbremsen geprägt ist.

Sind die Batterien dann doch einmal leer, hat der Betreiber die Möglichkeit, die Batteriepakete rasch mit einem automatischen Wechselsystem auszutauschen. So bleiben ihm lange Stillstandzeiten seiner Busse erspart und jedes Fahrzeug kann maximalen Nutzen bringen. pb

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