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Amsterdam-Schiphol verleiht dem Gepäck Flügel

Die neue Gepäckhalle in Amsterdam-Schiphol, die sich südlich der Abflughalle 1 befindet, ist Teil des "70-Million-Bags" (70 MB) Projektes des Flughafenbetreibers, das die Kapazität des Flughafens um 40 Prozent erweitern soll. Dadurch können künftig 70 Millionen Gepäckstücke pro Jahr abgefertigt werden. Das System wird die Betreiber dabei unterstützen, das prognostizierte weitere Wachstum der Passagier- und Gepäckstückzahlen am Flughafen Schiphol zu bewältigen. In der neuen, 15.000 Quadratmeter großen Halle können die Abfertigungssysteme für mehrere Fluggesellschaften, sowohl für Eincheck-Gepäck als auch Transfergepäck, eingerichtet werden.

Der holländische Großlughafen gleicht seine Gepäckanlagen den erwarteten Passagierzahlen an.

"Das Gepäcksystem in der Südhalle ist ein wichtiges Element des strategischen ,70 Million Bags'-Programms des Flughafens. Ziel dieses Systems ist es, einen wirtschaftlichen, zuverlässigen und schnellen Abfertigungsprozess zu ermöglichen", sagte Mark Lakerveld, Senior Manager Baggage beim Flughafen Amsterdam.

Die Einrichtung der neuen Gepäckabfertigungshalle für die Südzone war der erste große Schritt im Rahmen des Projekts am Flughafen. Der Flughafen führt dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der KLM, Vanderlande Industries und IBM durch. Vanderlande Industries, IBM und Grenzebach Automation haben das System ausgelegt, gebaut und getestet. Es präsentiert sich als platzsparende Anlage mit robotergesteuerten Gepäckverladung.

Durch dieses intern verbundene, synchronisierte System kann jedes einzelne Gepäckstück an jeder Stelle seiner Reise lokalisiert werden. Der 21 Kilometer lange Transportförderer umfasst innovative Technologien wie etwa eine AS/RS-Gepäcklagerung (Automated Storage and Retrieval System) mit 36 Kränen, die eine vollständig redundante Lagerung von mehr als 4.200 Gepäckpositionen bewerkstelligen, die DCV-Technologie (Destination Coded Vehicles) sowie sechs Roboterzellen für die automatisierte Verladung von Gepäckstücken in Container und Gepäckwagen. Es wird erwartet, dass bis zu 60 Prozent des gesamten Gepäckaufkommens in der Südhalle von Robotern abgefertigt werden können. Dies soll sowohl die Produktivität steigern als auch zu ergonomisch besseren Arbeitsbedingungen für das Bedienpersonal beitragen.

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Durch die Integration des Gepäckabfertigungssystems mit den Informationen über die eingecheckten Fluggäste hat der Amsterdamer Flughafen Schiphol das Verfahren für die Fluggesellschaften bezüglich Gepäckverfolgung und die Übergabe des Gepäcks an die Flugreisenden modernisiert. Die Verknüpfung von Echtzeit-Fluginformationen ermöglicht es, ein Gepäckstück schnell zu entladen beziehungsweise zu einem anderen Flug umzuleiten, wenn ein Passagier sein Flugzeug beziehungsweise seinen Anschlussflug verpasst hat. Das integrierte System bietet auch genaue und aktuelle Informationen und Metriken, mit denen die Leistungswerte bei der Gepäckabfertigung überwacht werden können. Darüber hinaus unterstützt es die Manager bei einer raschen Lösung von Problemen und der Erkennung von Verbesserungsmöglichkeiten. Schwere Gepäckstücke werden jetzt automatisch von Robotern befördert, die rund um die Uhr im Einsatz sind. bw

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