Schweißsystem

Modular und individuell

Lasersysteme nach Kundenanforderungen – darauf ist die Arnold Maschinenfabrik aus Ravensburg spezialisiert. Zum Portfolio gehören Anlagen zum Laserschweißen, Laserschneiden, Laserhärten und Laserpolieren.

Schweißsystem für das automatische Schweißen einer Baugruppe für das Differential eines Busgetriebes. Das Gesamtgewicht liegt bei rund 100 Kilogramm. © Arnold

Bei Lasersystemen für anspruchsvolle dreidimensionale Schweiß- oder Bearbeitungsanwendungen in Bereichen wie Industrie oder Forschung steht die Engineering-Kompetenz des Herstellers im Vordergrund. Die Strahlquelle muss genau zu den Werkstoffen und zur gewünschten Bearbeitungsaufgabe passen. Die Werkstücke müssen optimal zugeführt, gespannt, bearbeitet und geprüft werden. Zu den maßgeblichen Aspekten für die Bearbeitungseffizienz gehören die Taktzeit und Umrüstflexibilität. Bei schlüsselfertig automatisierten 3D-Komplettlösungen sind auch Schulung, Beratung, Wartung und Service erfolgsrelevant. Arnold Maschinenfabrik hat sich aus einer Spezialschweißerei entwickelt. Mit ihrem Know-how in den Bereichen Schweißen und Spanntechnik ist das Unternehmen vertraut mit der Bearbeitung komplexer Teilegeometrien. Auch die Bearbeitung tonnenschwerer Komponenten und die Herstellung von Vorrichtungen und Sondermaschinen gehören zum Portfolio. Der Hersteller vollautomatisierter Lasersysteme für anspruchsvolle Fertigungsaufgaben mit dreidimensionaler Strahlführung ist spezialisiert auf schlüsselfertige Lösungen; hierzu gehören alle erforderlichen Vorrichtungen und Begleitprozesse wie Press-, Erwärm- oder Reinigungsstationen sowie die Qualitätsprüfung, etwa mittels Ultraschalltechnik. Kunden aus den Bereichen Fahrzeugbau, Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Luft- und Raumfahrt sowie aus der Forschung schätzen die Anlagen wegen ihrer Umrüstflexibilität für unterschiedliche Aufgabenstellungen.

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Kundenangepasste Sonderanfertigungen

Fast jede Anlage ist eine kundenangepasste Sonderanfertigung. Arnold ist bezüglich der Strahlquellen nicht auf ein Fabrikat festgelegt, sondern bezieht die jeweils am besten geeigneten Aggregate von führenden Herstellern. Durchaus gibt es Anlagenlösungen, in die gleich mehrere unterschiedliche Strahlquellen integriert werden. Auch bei Prozess- und Automationstechnologien ist die Bandbreite an Varianten und langjährig bewährter Zulieferpartner groß. Dank der engen Kooperation mit Forschungseinrichtungen können die Machbarkeit und Optimierung von Kundenprojekten abgeklärt werden.

Die Flexline-3D-Laseranlage kann unter anderem schweißen, schneiden, pulverschweißen, härten, 3D-drucken oder löten. © Arnold

Die Aufgaben bei Arnold gehen weit über Standardschweißungen an Stählen und Aluminium hinaus. Auch unterschiedliche neue Werkstoffe werden bearbeitet. Praktiziert werden unter anderem das Tiefschweißen, Pulverauftragsschweißen, Löten oder Härten. Eine Sonderanlage erledigt sogar das Entgraten von Schnittkanten durch kurzes Anschmelzen, andere löten neuartige Werkstoffe in einer Vakuumkammer, härten genau definierte Oberflächenbereiche oder polieren Glasbauteile mittels Laser. Zu den besonders anspruchsvollen Sonderlösungen gehören zum Beispiel die Behandlung von kornorientierten Elektroblechen für die Trafoherstellung sowie die Erzeugung feinster Lochbilder in Maschinenkomponenten für die Papierherstellung. Auch die Entwicklung einer hochgenauen Strahlführung für das kontinuierliche Verschweißen von Plattierungsblechen mit Rohren innerhalb des engen Spalts zwischen Rohr und Blech während des Aufwickelns nennt Arnold als besondere Aufgabe.

Modulares, flexibel adaptierbares Zellendesign

Die sechs Zuführrohre für das Pulver führen von der Klemmleiste in der Bildmitte rechts herunter zum Strahlbereich. © Arnold

Angesichts der Vielfalt der Kundenwünsche legt das Unternehmen die Systeme modular und anpassbar aus. Eine ausbaubare Grundstruktur ermöglicht den Konstrukteuren Freiräume für kundenspezifische Sonderausstattungen. Beispiel für einen solchen Anlagentyp ist das Flexline-3D-Lasersystem, das große Fahrwege auf relativ kleiner Grundfläche bietet. Das tragende Grundgestell, auf dem alle Komponenten aufgebaut sind, ermöglicht nach der Abnahme den schnellen Transport zum Kunden. Die jeweils gewünschte Fünf-Achs-Kinematik ist durch verschiedene Kombinationen von Fahrwegen, Optik und Werkstück realisierbar. Die verschiedenen Köpfe lassen sich austauschen.

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