Statement zur DIN 2304 von Gudrun Weigel, Delo
„Der Komplexität Rechnung tragen“
Gudrun Weigel, Leiterin Engineering bei Delo: „Dass es eine Schweißberechtigung braucht, leuchtet allen ein und ist seit langem Stand der Technik.
Aber jeder denkt, dass er einfach mal kleben kann. Dabei erfordert gerade das Kleben, das verschiedene Ingenieursdisziplinen verbindet, einiges an Wissen. Die neue Norm trägt dieser Komplexität Rechnung und legt die Basis für eine fachgerechte und sicherheitsbezogene Umsetzung klebtechnischer Aufgabenstellungen. Der Klebstoffanwender erhält konkrete und klar formulierte Hinweise, was er im Vorfeld an organisatorischen Aufgaben berücksichtigen muss, um qualitativ hochwertige Klebverbunde mit hoher Zuverlässigkeit im Einsatzfall herzustellen.
Für uns ändert sich trotzdem erst mal nichts, weil wir bereits intern wie auch für unsere Kunden sehr sicherheitsbezogen arbeiten. An klebtechnischen Aufgabenstellungen oder Beratungsleistungen arbeitet ausschließlich dazu ausgebildetes Personal. Auch auf die Nachweisführung legen wir schon immer sehr großen Wert.
Die Norm sorgt zunächst für mehr Bürokratie. Allerdings handelt es sich um Organisationsmaßnahmen und um Dokumentationen zur Absicherung zuverlässiger Fertigungsprozesse. Die Anwender sind aufgefordert, ihre Prozesse zu überprüfen, in Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen ihres Fachpersonals zu investieren und eine der Beanspruchung entsprechende Konstruktion nachzuweisen und zu dokumentieren.
Das alles sind jedoch zielführende Maßnahmen, die leistungsfähige Klebverbindungen sicherstellen und damit mittelfristig auch wieder Kosten einsparen.“









