Fahrerloses Transportfahrzeug

Andreas Mühlbauer,

Papierrollen von A nach B und zurück

Ein FTS transportiert Papierrollen sicher durch eine Produktionshalle.

Das FTF proANT 485 auf dem Weg durch die Halle. © Schoeller Technocell

Asti Mobile Robotics hat für Schoeller Technocell ein fahrerloses Transportsystem für den Transport von Probenpapier entwickelt. Die Felix-Schoeller-Gruppe ist Hersteller von Spezialpapier. Das neue fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) ist ein wichtiger Schritt in der Automatisierung der Logistik.

In der Produktion müssen regelmäßig Probepapierrollen mit einer Länge von 1 bis 2 m und einem Gewicht von bis zu 30 kg zwischen Coater und Zentrallabor transportiert werden. Mit der Integration des FTF proANT 485 verspricht sich das Unternehmen einen automatisierten Transportprozess, der zur Entlastung der Mitarbeiter führen soll. Allein die Materialübergabe erfolgt nach wie vor manuell an den definierten Positionen. Der Transport der Rollen erfolgte bislang manuell. Die Mitarbeiter mussten einen Weg von 220 m zurücklegen. Dabei sind drei Schnelllauftore zu passieren. Erschwerend kommt hinzu, dass der Transportweg in einen hoch frequentierten Bereich fällt, in dem sich Personen und in Teilabschnitten bemannte Gabelstapler sowie E-Karren bewegen.

Beim proANT 485 handelt sich um eine kundenspezifische Anfertigung. Das Fahrzeug wurde mit einem Scheinwerfer ausgerüstet und ist in einer Signalfarbe lackiert. Der Scheinwerfer generiert einen blauen Lichtkegel, der etwa 4 m vor dem FTF auf dem Boden einen Spot erzeugt. Dadurch lässt sich das nahende FTF speziell in Kreuzungsbereichen frühzeitig erkennen. Weiterhin wurde eine Signalleuchte an einem Stab auf dem FTF befestigt, um es zusätzlich kenntlich zu machen.

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Türen öffnen sich automatisch

Das proANT 485 an der Ladestation. © Schoeller Technocell

Da auf dem Transportweg sowohl Personen als auch Flurförderzeuge unterwegs sind, wurden in der Halle an vier Stellen orangefarbene Rundumleuchten installiert. Solange sich das FTF in diesem Bereich befindet, werden diese automatisch eingeschaltet. Um automatische Türen bedienen zu können, wird ein potenzialfreier Kontakt benötigt. Dieser öffnet die Tür und hält sie bis zum erneuten Betätigen offen. Die Übertragung kann mittels LAN oder WLAN erfolgen. Für die Übertragung mittels LAN muss an den jeweiligen Steuerstellen eine Netzwerkleitung zur Verfügung stehen. Das übertragene Signal triggert das Öffnen der entsprechenden Tür. Das FTS sendet das Signal zur Steuerung der jeweiligen Komponenten an die Netzwerk-Module. Zwei Positionen – eine am Coater, die andere im Zentrallabor – sind mit einer Ladestation ausgestattet. Das FTF bewegt sich nur zwischen diesen beiden Punkten. Befindet sich das FTF an einem der Punkte, lässt sich mittels eines Tasters am FTF ein Auftrag zum jeweils anderen Punkt generieren. Ein bestehender Auftrag lässt sich über das Web-Interface des FTS löschen. An den beiden Zielpunkten endet die Fahrt mit der Verbindung zur Ladestation. Durch das Laden an den beiden Punkten ist kein aufwändiges Batterie-Management notwendig.

Um die Mitarbeiter mit der neuen Technologie vertraut zu machen, hat Schoeller zunächst ein proANT AGV als Testfahrzeug gemietet. Danach organisierte das Unternehmen eine Schulung der Belegschaft für den Umgang mit dem neuen Roboter.

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