Ultraschallsensor

Objekte zuverlässig detektieren

Es war ein Projekt, bei dem es auf Individualität ankommt. Gefragt war ein Sensor, der schnell und farbunabhängig einen reibungslosen Betrieb der Verpackungsmaschinen garantiert. Gemeinsam suchten der Verpackungsspezialist Packsys Global und der Sensorhersteller Baumer nach einer Lösung. Und mit dem schnellen Ultraschallsensor URAM 12P8910/S14O haben sie diese gefunden.

Jeder kennt die Tuben, Flaschen und Dosen nicht nur, jeder hat sie auch schon in seinen Händen gehalten. Wenn Christoph Bärtschi vor dem Regal mit den bunten, großen, langen und dann wieder fast winzigen Ausstellungsstücken steht, blickt man auf bekannte Artikel. Fast das gesamte Who-is-Who der Kosmetikbranche ist dort zu besichtigen. Kein Wunder, Packsys Global ist einer der weltweit führenden Hersteller von Verpackungsmaschinen für diesen Bereich. Weltweit sind 400 Mitarbeiter bei dem Verpackungsspezialisten beschäftigt, allein 140 davon im schweizerischen Rüti.

Das Unternehmen gehört zur Brückner Gruppe und hat sich spezialisiert auf Produktionsanlagen für Kunststoff- und Laminattuben, Getränkeverschlüsse aus Aluminium und Kunststoff sowie Tuben und Dosen aus Aluminium. Die Maschinen - die größten unter ihnen sind bis zu 50 Meter lang - werden an die Unternehmen geliefert, die jene von der Kosmetikindustrie gewünschten Behältnisse herstellen. Bei den Kosmetikproduzenten selbst werden diese dann mit Hautcremes, Duschgel oder Zahnpasta abgefüllt und verschweißt. So unterschiedlich diese Tuben und Dosen sind, so differenziert fällt auch das Anfor-derungsprofil der hochkomplexen Verpackungsmaschinen aus. „Und genau darin lag die Besonderheit bei dieser Aufgabe“, erinnert sich Dominik Riede, Vertriebsmitarbeiter bei Baumer. Gemeinsam mit Christoph Bärtschi, Manager Electronics Engineering bei Packsys Global, machte er sich auf die Suche nach der besten Lösung.

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Bisher setzte das Unternehmen optische Sensoren ein, diese kamen jedoch an die Grenzen des Möglichen durch die unterschiedlichen Farben der jeweiligen Materialien. Gerade bei Kosmetikartikeln wird großer Wert auf Werbewirksamkeit gelegt, entsprechend auffallend ist die Verpackung gestaltet. Sie glänzt und spiegelt, manchmal ist sie transparent, dann präsentiert sie sich kunterbunt. „Die optischen Sensoren haben hier schlapp gemacht“, lautet denn auch das Fazit von Bärtschi.

In dieser Situation wandte sich der Experte für Softwareentwicklung und Hardwareplanung an den Schweizer Automatisierungsspezialisten. Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen bestand schon seit längerer Zeit, „und wir wussten, dass Baumer sehr stark bei individuellen Lösungen ist.“

Schneller Ultraschallsensor

Die Herausforderung für die Sensoren bestand nicht nur darin, dass sie verschiedenste Oberflächen erkennen mussten, es war gleichzeitig Schnelligkeit gefragt. Bis zu 250 Stück rasen pro Minute durch die Anlage. Dabei bilden je vier Tuben oder Dosen eine Einheit. Ist dieses Quartett abgefüllt, wird es weitergeleitet und macht somit Platz für die nächste Runde. „Optische Sensoren schieden aufgrund der Beschaffenheit der Oberflächen aus, wir mussten also eine andere Technologie unter die Lupe nehmen“, erzählt Dominik Riede.

Ultraschallsensoren hieß deshalb die logische Konsequenz, denn diese erkennen jedes Objekt, egal welcher Machart es ist. Doch angesichts des rasanten Tempos der Verpackungsanlage stoßen selbst herkömmliche Ultraschallsensoren ebenfalls an ihre Grenzen. Kein Grund für Riede und Bärtschi, sich entmutigen zu lassen, denn der Automatisierungsspezialist aus dem Schweizerischen Frauenfeld hatte gerade für Anwendungen wie dieser den sehr schnellen Ultraschallsensor URAM 12P8910/S140 mit einer Schaltfrequenz von bis zu 200 Hz entwickelt.

Diese Highspeed-Variante passte geradezu perfekt für die hohen Anforderungen der Verpackungsanlagen. „Der Sensor detektiert die Objekte zuverlässig und das selbst bei höchster Durchlaufgeschwindigkeit“, bilanziert Vertriebsprofi Riede. Ein weiterer Pluspunkt für den Anwender: Der Ultraschallsensor ist mit einem Durchmesser von lediglich zwölf Millimetern und einer Länge von 70 Millimetern relativ klein, kann also auch bei engsten Platzverhältnissen eingesetzt werden. Eine Tatsache, die sich auch bei Umrüstungen bestehender Maschinen positiv auswirkt. „Wir sind froh über diese Lösung, die gemeinsame Arbeit hat sich für uns gelohnt“, freut sich Bärtschi. jg

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