Das sagen die Geschäftführer

IFR: Weiterhin steigende Nachfrage bei Industrierobotern

Die IFR-Studie "World Robotics 2014 - Industrial Robots" ist erschienen und prognostiziert der Robotikbranche ein zweistelligens Wachstum in den nächsten Jahren. Die Geschäftsführer blicken entsprechend zuversichtlich in die Zukunft. Hier ein paar Statements.

Jeff Burnstein, Präsident, Robotic Industries Association, USA, Mitglied des IFR Executive Boards

"Die Roboterindustrie in Nordamerika sieht sowohl kurzfristig als auch langfristig ein beschleunigtes Wachstum. Verstärkt wird dieser Trend durch Technologiefortschritte, wachsenden Einsatz innerhalb und außerhalb von Fabriken und eine steigende Erkenntnis bei kleinen und mittelständischen sowie großen Unternehmen, daß Roboter ihnen helfen können global wettbewerbsfähig zu bleiben. Innovative Unternehmen mit Schwerpunkt Robotik sowie wegbereitende Forschung von Universitäten auf der ganzen Welt werden zu neuen Produkten führen, welche die Möglichkeiten der täglichen Interaktion für Mensch und Roboter am Arbeitsplatz, zu Hause und in anderen Bereichen des täglichen Lebens erweitern."

Hirofumi Tanaka, Associate Officer Technology Planning Department Robot Division, Kawasaki Ltd., Japan, Mitglied des IFR Executive Boards

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"Ich glaube, dass die Mensch-Roboter-Kooperation nicht nur neue Anwendungsfelder eröffnen wird, sondern auch die Distanz zwischen Mensch und Roboter verringern wird, trotz der Behauptung Roboter nehmen dem Menschen die Arbeit weg. Obwohl in diesem Artikel die Mensch-Roboter-Kooperation in der Automobilindustrie als Beispiel genannt wurde, wird sie sicherlich auch in anderen Industriezweigen Einzug halten."

Mathias Wiklund, COO Comau Robotics, Italy

"Aus Sicht von Comau wird der Robotermarkt in den kommenden Jahren in allen Regionen weiter wachsen. Die drastische Entwicklung des chinesischen Marktes, die wir alle in den letzten fünf bis sieben Jahren beobachten konnten, wird sich voraussichtlich weiter fortsetzen. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in China wird sich in ungefähr zehn Jahren bemerkbar machen und um dieses Risiko zu entschärfen, sind Investitionen in Robotik und Automation notwendig. Die übrigen asiatischen Regionen werden ebenfalls eine deutliche Vergrößerung des Robotermarktes erleben, allerdings mit einigen Unsicherheiten in den großen Anwendermärkten wie Korea und Japan, in denen die Aussichten für neue Roboterinstallierungen in den nächsten Jahren eher moderat sind. Für den Robotermarkt in Nordamerika und Europa wird ein Wachstum vorhergesagt, aber nicht in der Größenordnung wie die meisten dynamischen asiatischen Regionen. Der Grund für eine weitere Entwicklung in diesen Regionen (Amerika, Europa) ist die Notwendigkeit, wettbewerbsfähig gegenüber anderen Ländern/Regionen zu bleiben. Der weit verbreitete Einsatz von Robotern und das gesammelte Wissen über ihre Fähigkeiten, ermöglichen Anwendungen, die vorher unbekannt waren. Daraus bilden sich mehr und mehr Nischen, die zu erkunden sind. Die Automobilindustrie, welche wohl als größter weltweiter Abnehmer für Roboter für lange Zeit bestehen bleiben wird, ist der Treiber für neue Anwendungen und Herausforderungen bezüglich Wettbewerbsfähigkeit, Flexibilität, Produktivität und Qualität. Roboter sind nach wie vor noch nicht so einfach in der Anwendung als sie eigentlich sollten. Fortschritte sind in diesem Bereich zu erwarten. Ein anderes interessantes Thema, welches einer weiteren Entwicklung in den nächsten Jahren bedarf, ist die Integration von Robotern und SPS.

Manfred Gundel, Geschäftsführer KUKA Roboter GmbH, Deutschland, Mitglied des IFR Executive Boards

"Der Robotermarkt weist eine besondere Dynamik auf. Er wird diese beibehalten und weiter wachsen. Durch immer mehr Automationslösungen werden auch immer mehr Menschen aufmerksam auf die Möglichkeiten, die sich durch robotergestützte Automatisierung bieten - sowohl bei Großunternehmen als auch gerade im Mittelstand. Durch die einfachere Programmierung und Anbindbarkeit unserer Roboter wird hier die "Einstiegshürde" in die Automatisierung immer niedriger. Dabei haben unterschiedliche Märkte unterschiedliche Anforderungen: In den stark wachsenden Regionen sind Lösungen mit Robotern oft noch neu und breiten sich langsam aber sicher aus, vor allem im Bereich Schweißen oder Metallbearbeitung. Am deutlichsten lässt sich dies in China erkennen, wo KUKA mit unserem neu eröffneten Werk den lokalen Markt sehr erfolgreich vor Ort bedient. In Europa und Nordamerika wiederum bleiben Roboter das Fundament für eine wettbewerbsfähige Produktion, in ganz unterschiedlichen Branchen und Anwendungen. Dazu kommen Neuentwicklungen ins Spiel wie unser Leichtbauroboter LBR iiwa, eine stärkere Vernetzung und Verknüpfung von Anlagen ganz im Sinne der Industrie 4.0. Neben einer ausgeklügelten Mechanik kommt der Steuerung und Software eine immer entscheidendere Rolle zu. Darüber hinaus wachsen hier die Einsatzgebiete in verschiedensten Branchen: Um diesem Trend Rechnung zu tragen und näher am Kunden zu sein, haben auch wir bei KUKA uns neu nach Divisionen aufgestellt. Ebenso hält die Mensch-Roboter-Kollaboration Einzug, der Roboter wird zum modernen Produktionsassistenten. Das werden wir im kommenden Jahr schon sehr deutlich beobachten können."

Per Vegard Nerseth, Group Senior Vice President Head of Business Unit Robotics Discrete Automation & Motions Division ABB, Switzerland

"Wir bei ABB sehen die zukünftigen Wachstumschancen für die Robotikindustrie weiter äußerst optimistisch. Die Investitionen der Automobilindustrie bleiben auf historischem Höchststand und der ständig ansteigende Einsatz von Automation mit Robotern in Firmen außerhalb der Autoindustrie bringt den Einsatz Industrieroboter auf einen völlig neuen Level. Das, verbunden mit dem enormen Anstoß der Industrie für kollaborierende Roboter, wird jetzt noch mehr Möglichkeiten für Robotiklösungen in der nahen Zukunft eröffnen und wird die Position unserer Branche jetzt noch mehr stärken. Das sind aufregende Zeiten für unser Unternehmen und unsere Branche und es ist mir eine Ehre zum Rekordjahr, dass ich auf jeden Fall für 2015 erwarte, beitragen zu können."

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