Steuerungstechnik
Für die globalisierte Produktion
Rohstoffe werden knapp und müssen daher immer häufiger an abgelegenen Orten auf der Welt gefördert werden. Innovative Lösungen erlauben die zentrale Fernsteuerung des gesamten, automatisierten Produktionsprozesses, so dass der Einsatz von Mitarbeitern vor Ort auf ein Minimum reduziert werden kann. Mitsubishi Electric stellte eine solche Lösung im Rahmen der diesjährigen SPS IPC Drives vor.
Bei den Smart Remote Terminal Units (smart RTUs) handelt es sich um intelligente Fernbedienungsterminals, die über große Distanzen hinweg Daten aus weit verzweigten Anlagensystemen wie Öl- und Gaspipelines, Schaltstationen, Tunnel oder Kläranlagen in das Unternehmenssystem einspeisen. Die Lösung unterstützt zum Beispiel GPRS, EDGE, Ethernet, Radio- oder Satellitenmodems und zukünftig optional ebenfalls PLC (Power Line Carrier).
Durch getestete, industriell gehärtete Steuerungs- und E/A-Module sind die smart RTUs besonders robust und auch unter extremen Temperaturbedingungen einsatzfähig. Bereits mit einer geringen Energieversorgung kann die smart RTU zum Beispiel über eine Photovoltaik- oder Windenergieanlage betrieben werden. Ein neues, intelligentes Zusatzmodul zur Datenübertragung übernimmt das komplette komplexe Protokoll-Handling. Damit müssen Anlagentechniker nur noch die notwendige Überwachungs- und Steuerungslogik in der eingebauten IEC-61131 SPS-Programmiersprache erzeugen. Eine erweiterbare Bibliothek berücksichtigt alle benötigten Protokolle und vorkonfigurierten Bausteine für die jeweilige Industrie, Protokollstandards für Wasser- und Abwasser-, Infrastruktur- sowie Öl- und Gasindustrien oder Kommunikationsstandards DNP3, IEC 60870-5 und IEC 61850 für die Energieindustrie und wird stetig den aktuellen Anforderungen angepasst. Die SSL-Technologie sichert die wichtigen Infrastrukturdaten vor potenziellen Hackerangriffen und Cyber-Terrorismus. kf









