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In Tuttlingen startet Studiengang ‚Industrial Virtual Engineering‘

Die Hochschule Furtwangen bietet am Hochschulcampus Tuttlingen künftig den neuen Studiengang ‚Industrial Virtual Engineering‘ an – thematisch in den Bereichen angewandte Mathematik, Ingenieurwissenschaften und rechnergestützte Simulation angesiedelt. Interessenten für den Bachelor-Studiengang können sich bis zum 15. Juli 2011 beim Zulassungsamt in Furtwangen bewerben.

„Virtuelle Experimente auf der Basis rechnergestützter Simulationen ersetzen zunehmend reale Versuche und bieten ungeahnte Möglichkeiten“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Peter Anders, Studiendekan Industrial Technologies am Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen. Ingenieure stellen dabei das Verhalten technischer Geräte und Anlagen auf dem Rechner dar, erst anschließend findet die eigentliche Umsetzung statt. „Absolventen der neuen Fachrichtung ‚Virtual Engineering‘ analysieren, optimieren, korrigieren und visualisieren mit Hilfe des Rechners Problemstellungen, die konventionell kaum lösbar sind.“ Sie würden deshalb vielfältige Einsatzmöglichkeiten finden, unter anderem in den Bereichen Medizintechnik, Maschinenbau und Mechatronik.

Der neue Studiengang am Hochschulcampus Tuttlingen vereint die Disziplinen Mathematik und Technik, um Aufgabenstellungen auf der Basis mathematischer Modelle und Rechnersimulationen zu untersuchen. Die Schwerpunkte des Studiums liegen in den Fächern Mathematik, Physik, Mechanik, Elektrotechnik, Informatik, Simulationstechnik, Konstruktion und Steuerungstechnik. „Das Besondere dabei ist, dass ein anderer Zugang zu den technologischen Themen der Zukunft geboten wird“, fährt Anders fort, „insbesondere auch für die, die dem klassischen Weg zum Ingenieur eher skeptisch gegenüber stehen.“ Das sei nicht zuletzt für weibliche Interessenten attraktiv, denn die seien in der Technik mindestens genauso gut wie die Männer.

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Mit dem Studiengang beschreitet der Hochschulcampus Tuttlingen zudem neue Wege. „Einen solchen hat es in dieser Form in Deutschland bislang nur als Master-Programm oder an Universitäten gegeben“, fährt Anders fort. Somit stelle nicht nur das Hochschulmodell mit seinem Ansatz der Public Private Partnership – zwischen der regionalen Wirtschaft, der Stadt, dem Landkreis Tuttlingen und der Hochschule Furtwangen – deutschlandweit ein Novum dar, sondern der Campus setze auch inhaltlich neue Impulse. Die Lehrinhalte wurden von der Industrie über den Hochschulcampus Tuttlingen Förderverein e.V. gemeinsam mit der Hochschule definiert. Der Vorteil für die Studierenden: Sie erhalten dadurch eine praxisgerechte und -nahe Ausbildung.

Für 2012 ist zudem ein weiterer Studiengang ‚Industrial Materials Engineering‘ in Planung, im Bereich Werkstoffe und Werkstofftechnik. Dieser konzentriert sich auf die Nutzung moderner Werkstoffe in allen technologischen Bereichen des Maschinenbaus; etwa der Medizin-, Fertigungs-, Elektro- und Energietechnik sowie der Entwicklung innovativer Produkte. Bereits angeboten werden außerdem die Sudiengänge ‚Industrial MedTec‘, ‚Industrial Systems Design‘ sowie ‚Industrial Manufacturing‘. -co-

Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen, Tuttlingen Tel. 07461/1502-0, http://www.hfu-campus-tuttlingen.de

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