Prozess-Simulation

Kostensenkung dank Virtual Molding

Bei der kommenden Swiss Plastics in Luzern, Schweiz, zeigt die SIGMA Engineering GmbH, Aachen, vom 24. bis 26. Januar ihre SIGMASOFT® Virtual Molding Technologie. Im Fokus stehen dabei Beispiele, wie die Technologie ihren Anwender bei der Entscheidungsfindung im gesamten Produktentwicklungsprozess – vom Prototyp bis zur Serienproduktion – unterstützt. Gleichzeitig trägt sie zur Einsparung von Kosten bei und macht den Spritzgießprozess so profitabler.

Temperaturen bei ursprünglicher (links) und verkürzter (rechts) Zykluszeit. Trotz einer Verkürzung um rund 50% ist die Bauteiltemperatur für die Entformung noch immer akzeptabel.

In einem industriellen Beispiel sollte ein komplexes Bauteil aus einem PA 66 GF 35 produziert werden. Die Komplexität des Bauteils erforderte ein ausgefeiltes Entformungssystem, weshalb zunächst ein Prototypenwerkzeug gebaut wurde. Das Konzept funktionierte und Bauteile wurden in der geforderten Qualität hergestellt. Doch beim Start der Produktion im Serienwerkzeug war die Zykluszeit trotz der geringen Bauteilgröße und Wandstärken zu lang.

Mit SIGMASOFT® Virtual Molding wurde das Optimierungspotenzial des bestehenden Prozesses aufgedeckt. Dazu wurden alle Werkzeugkomponenten und die realen Prozessbedingungen in der Software abgebildet und für 20 Zyklen „virtuelle Bauteile“ produziert. Die Analyse von Bauteil und Werkzeug im 20ten Zyklus zeigte, dass die Bauteiltemperatur zum Zeitpunkt der Entformung deutlich unterhalb der empfohlenen Entformungstemperatur lag. Außerdem zeigte sich, dass der Nachdruck zu lang war. Aus diesem Grund wurden die Nachdruck- und Restkühlzeiten gekürzt.

Anzeige

Weiteres Optimierungspotenzial lag in einer Verkürzung der Handhabungszeiten. Insgesamt war so eine rund 50% kürzere Zykluszeit für den Prozess möglich. Gleichzeitig waren die Spannungen im Bauteil noch immer unkritisch und der Verzug lag innerhalb der geforderten Toleranzen.
Das Beispiel zeigt, wie SIGMASOFT® Virtual Molding Verarbeiter dabei unterstützt, fundierte Entscheidungen für ihren Prozess zu treffen. Anstelle von Trial-und-Error-Versuchen an der Maschine zeigt die Software effektiv Potenziale zur Kostenreduzierung und Zyklusoptimierung auf, ohne dabei die Prozessstabilität oder Bauteilqualität zu opfern.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

IT/OT Integration Summit 2026

Factory-X in der Praxis

Wie lassen sich Rüstprozesse in hochvarianten Fertigungen effizient automatisieren? Markus Benndorff von soffico zeigt, wie Factory-X, industrielle Datenräume und modulare Architekturen neue Möglichkeiten für flexible Produktionskonzepte schaffen.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren