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Artikel und Hintergründe zum Thema

75 Jahre Pionierleistung

Andreas Mühlbauer,

Sick feiert Firmenjubiläum

Seit der Firmengründung durch Dr. Erwin Sick im September 1946 ist das südbadische Hochtechnologieunternehmen Sick ein Marktführer für Sensorik. 75 Jahre Pionierleistung gaben in diesem Jahr Anlass zum Feiern.

Geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft feierten gemeinsam mit der Eigentümerfamilie, Vorstand und Geschäftsleitung des Unternehmens 75 Jahre Sick. Im Bild (von links nach rechts): Renate Sick-Glaser, Ministerin Marion Gentges, Gisela Sick, Dorothea Sick-Thies, Dr. Robert Bauer mit Ehefrau Dr. Franziska Bauer und Dr. Mats Gökstorp. © Sick

Bei einem offiziellen Festakt am Firmenhauptsitz in Waldkirch am 24. September würdigten geladene Gäste und Wegbegleiter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam mit der Gründerfamilie Sick und dem Vorstand die vergangenen 75 Jahre und warfen einen Blick in die Zukunft von Sick. Eine Woche zuvor feierten Sick-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter ein mehrtägiges, Musik- und Kulturfestival im Freien.

75 Jahre Sensorintelligenz – ein Grund zum Feiern

Musikalisch eingeleitet wurde der Festakt mit einem Konzert des Freiburger Barockorchesters und einer Begrüßung der Feiergesellschaft durch Gisela Sick, Witwe des Firmengründers und Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der Sick AG. In ihrer Rede gewährte Gisela Sick Einblicke in die Anfänge des 1946 von Dr. Erwin Sick gegründeten Sensorunternehmens, die im Nachkriegsdeutschland nicht immer einfach waren. In persönlichen Grußworten betonten Marion Gentges, die baden-württembergische Ministerin der Justiz und für Migration, der Landrat des Landkreises Emmendingen, Hanno Hurth, sowie Roman Götzmann, Oberbürgermeister der Stadt Waldkirch, die Bedeutung der Sick AG für die Region.

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Ministerin Marion Gentges würdigte die herausragende unternehmerische Erfolgsgeschichte der Sick AG für die Landesregierung. Sie sagte: „Die Sick AG ist Innovationstreiber in und auch für Baden-Württemberg.Auf dem Fundament des Tüftler- und Erfindergeists, aber auch der unternehmerischen Weitsicht und der sozialen Verantwortung von Erwin und Gisela Sick hat sich eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte entwickelt. Von Herzen gratuliere ich dem Weltkonzern, der seine Verwurzelung in der Region unter anderem durch seine vorbildliche Ausbildungsbereitschaft und sein soziales Engagement eindrucksvoll unter Beweis stellt.“

Landrat Hanno Hurth betonte die Bedeutung des Unternehmens für den Landkreis Emmendingen: „Seit meinem Amtsantritt im Jahr 2003 darf ich im Landkreis Emmendingen die erfolgreiche Unternehmensgeschichte von Sick begleiten. Die anhaltende Innovationskraft über Jahrzehnte, eine hohe Arbeitsplatzqualität und die weitsichtige Führung machen das Familienunternehmen zu einem konstanten und wichtigen Impulsgeber für die Region.“

Oberbürgermeister Roman Götzmann hob die langjährige vertrauensvolle Verbundenheit zwischen dem Unternehmen und der Stadt Waldkirch hervor: „Die Stadt Waldkirch hat in der Sick AG immer einen verlässlichen Partner gehabt, und auch wir wollen weiterhin verlässliche Partner für Sie sein. Ich bedanke mich, für die über Jahrzehnte dauernde gute Zusammenarbeit auf vielfältigsten Ebenen. Der Sick-Konzern geht hochmotiviert in die Zukunft. Wir wünschen allen Mitarbeitenden viel Erfolg bei den weiteren Meilensteinen.“

Dr. Robert Bauer, der seit 2006 als Vorstandsvorsitzender die Sick AG führte, wurde auf dem Festakt aus seinem Amt verabschiedet. Sowohl die Gründerfamilie Sick als auch der Vorstandskreis bedankten sich für seinen äußerst erfolgreichen Einsatz für das Unternehmen. Über Jahrzehnte gestaltete Dr. Robert Bauer die Innovationsführerschaft und das kontinuierliche, nachhaltige Wachstum des Sick-Konzerns maßgeblich mit. Zum 1. Oktober 2021 wird Dr. Mats Gökstorp, langjähriges Vorstandsmitglied der Sick AG, den Vorsitz des Vorstands übernehmen. Auf Wunsch der Eigentümerfamilie soll Dr. Robert Bauer ab Mai 2022 als Aufsichtsratsvorsitzender der Sick AG tätig sein.

„Herr Dr. Bauer hat die langfristige Ausrichtung von innovativen Technologien und kurzfristigen operativen Maßnahmen sehr gut ausbalanciert und Sick erfolgreich auf Wachstumskurs gehalten. Im Namen des gesamten Vorstandsteams, der Geschäftsleitung und all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit: Ganz herzlichen Dank für Ihren Weitblick, Ihre Leidenschaft und Ihre Menschenorientierung“, so Dr. Mats Gökstorp.

Auch Gisela Sick würdigte das Engagement des scheidenden Vorstandsvorsitzenden der Sick AG: „Dass eine Firma mit exzellenter Technik am besten von einem Ingenieur geführt wird, das hat sich mit der rasanten Entwicklung der Firma unter der Leitung von Herrn Dr. Bauer bewahrheitet. Ein großes Dankeschön an Herrn Dr. Bauer für seine Leistungen. Es ist uns eine große Freude, dass Sie unserem Unternehmen zukünftig als Aufsichtsratsvorsitzender verbunden bleiben. Seinem Nachfolger, Herrn Dr. Gökstorp, wünsche ich einen guten Start und weiteres Gedeihen der Sick AG.“

Vom „Start-up“ zum Weltkonzern

Die Schrecken des Zweiten Weltkrieges klangen noch nach, als sich der 1909 in Heilbronn geborene Erwin Sick am 26. September 1946 mit seinem Ingenieursbüro in Vaterstetten selbstständig machte. Der ausgebildete Optiker hatte die Vision, präzise Optik und intelligente Elektronik für Industrieanwendungen zu verbinden. Was als „Start-up“ in einer Baracke bei München begann, entwickelte sich dank der Pionierleistung und Leidenschaft von Erwin Sick schnell zu einem der führenden Unternehmen für Automatisierungstechnik.

Der Schutz des Menschen hatte seit Firmengründung oberste Priorität: Ob bei der Entwicklung des weltweit ersten Unfallschutz-Lichtvorhangs, um die Arbeitsbedingungen von Fabrikarbeitern zu verbessern – oder dem bis heute gültigen Grundsatz, dass Sick-Sensorik nicht für militärische Zwecke eingesetzt werden soll. Der Erfindergeist von Erwin Sick beflügelte das junge Unternehmen, das 1956 an seinen heutigen Hauptsitz in Waldkirch bei Freiburg umzog: Das erste Rauchgasdichtemessgerät der Welt entstand in den 1950er Jahren bei Sick und war ein Meilenstein der Umweltmesstechnik. Zahlreiche Innovationen folgten und wurden auch nach dem Tod von Erwin Sick 1988 von den Sensorikexperten bei Sick bis heute fortgeführt. Diese Erfolgsgeschichte stets begleitet hat Gisela Sick, Witwe des Firmengründers und Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der Sick AG. Auch die zweite und dritte Generation der Gründerfamilie Sick ist eng mit dem Unternehmen verbunden und sichert im Aufsichtsrat und durch ihr persönliches Engagement die Stabilität und langfristige Ausrichtung des Familienunternehmens Sick.

Digitale Lösungen für das 21. Jahrhundert

Mehr als 10.000 Sick-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter weltweit entwickeln, produzieren und vertreiben Sensorlösungen, die die Grundlage für nachhaltigeres Wirtschaften bilden: energieeffiziente Fertigungs- und Prozesssteuerung, pünktliche Logistikdienstleistungen, besseren Unfallschutz und fortschrittliche Lösungen u.a. für die alternative Energiegewinnung. Jeder Mensch begegnet fast jeden Tag Sick-Sensoren, die im Hintergrund für sichere, effiziente und saubere Abläufe sorgen. Die dabei entstehenden Daten werden immer wichtiger und bieten für Sick neue Wachstumsmöglichkeiten, ergänzend zum Kerngeschäft der Sensorherstellung. Die Sick-Digitallösungen für die Industrieautomation mit Serienprodukten, Systemen und Services sind dabei Wegbereiter für Digitalisierung und Industrie 4.0.

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