Industrielle Vernetzung

Andreas Mühlbauer,

UWB-Sensor ermöglicht rentable IoT-Anwendungen

Kinexon macht Konnektivität und präzise Indoor-Lokalisierung industrieller Assets reif für den Massenmarkt.

Der X-Tag bietet Vernetzung und präzise Lokalisierung mittels UWB. © Kinexon

Das Unternehmen bietet mit dem X-Tag einen kosteneffizienten UWB-Sensor für das industrielle Internet of Things (IoT) an. Erstmalig sind fortschrittliche Vernetzung und präzise Lokalisierung mittels UWB zum Preis von RFID und Bluetooth Low Energy (BLE) verfügbar. Unternehmen können damit von einer Vielzahl neu eröffneter IoT-Anwendungen profitieren und ihre Produktivität in Produktion und Logistik steigern – von Search & Find über Track & Trace bis hin zum automatisierten Materialfluss oder Werkzeugmanagement. Mit dem Einsatz der smarten X-Tags können sie ihre Amortisierungszeiten signifikant verkürzen und dabei einen bis zu 50 Prozent höheren ROI erzielen. Durch den software-basierten Ansatz gelingt es Kinexon, die Komplexität der Hardware auf ein Minimum zu reduzieren und den X-Tag bis zu 90 Prozent kostengünstiger im Vergleich zu bestehenden UWB-Lösungen anzubieten. Erste renommierte Unternehmen aus der Automobil- und Luftfahrtbranche implementieren das neue Produkt bereits. Es ist als Einmal-Kauf sowie im Rahmen eines Mietmodells mit einer Laufzeit von 24 Monaten verfügbar. 

Ortsinformationen als Schlüssel zu vielen IoT-Anwendungen

Die digitale Transformation in der Industrie ist weiter auf dem Vormarsch. Erst jüngst zeigte eine Studie von Aberdeen in Zusammenarbeit mit Panasonic, dass das Thema bei rund 70 Prozent der produzierenden Firmen weltweit im Zuge der Pandemie an Bedeutung gewonnen hat. Doch es bleibt eine Herausforderung: Rund 80 Prozent aller IoT-Anwendungen hängen von der Verfügbarkeit von Orts-Informationen der am Produktionsprozess beteiligten Objekte ab. Hierzu zählen zum Beispiel Werkzeuge, Fahrzeuge, Teile oder Behälter. Bei der Wahl der richtigen Lösung zur Ortung und Vernetzung mussten Unternehmen bis dato zwischen Präzision und Preis wählen. RFID oder BLE waren in puncto Ortung zwar günstiger, eigneten sich aufgrund ihrer hohen Ungenauigkeit und geringen Reichweite nur für wenige Anwendungen. Dementsprechend gering war die Verbreitung. UWB dagegen gilt auf vielen Ebenen als führend – von der Genauigkeit über die Robustheit und bis hin zur Skalierbarkeit. Die damit verbundenen Kosten verhinderten jedoch bislang oftmals einen schnellen ROI und den breiten rentablen Einsatz in der Masse.

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Konnektivität und präzise Indoor-Lokalisierung 

Mit dem X-Tag gehört dieser Zielkonflikt der Vergangenheit an, denn Kinexon bietet mit ihm ab sofort den weltweit kosteneffizientesten UWB-Sensor für das industrielle Umfeld. Im Vergleich zu anderen UWB-Sensoren auf dem Markt ist der X-Tag bis zu 90 Prozent preiswerter. Der smarte Schlüssel zu dieser Innovation: ein software-definierter Ansatz und intelligente Sensor-Netzwerk-Algorithmen, die die Komplexität der Hardware auf ein Minimum reduzieren. Unternehmen können die X-Tags entweder einmalig kaufen oder gegen eine monatliche Gebühr mit einer Laufzeit von mindestens 24 Monaten mieten. Der monatliche Preis pro smarten Sensor liegt unter dem einer Briefmarke. 

Hoher ROI und schnelle Amortisation 

Die sinkenden Kosten der smarten UWB-basierten Tags ermöglichen es Unternehmen, die Amortisationszeiten drastisch zu verkürzen und den ROI um bis zu 50 Prozent zu verbessern. Dadurch erhalten Kunden erstmals Zugang zu einer Vielzahl rentabler Smart-Factory- und Logistik-Anwendungen – von Search & Find über Track & Trace bis hin zur automatisierten Werkzeugsteuerung oder zum automatisierten Materialfluss. 

Mit der Massenmarktfähigkeit der Technologie strebt Kinexon an, den industriellen Markt rund um die Indoor-Lokalisierung und Vernetzung zu disruptieren. ”Der X-Tag macht Konnektivität und präzise Lokalisierung so einfach und kosteneffizient wie das Aufkleben einer Briefmarke auf einen Umschlag. Ab sofort ist es möglich, alle Assets rentabel zu lokalisieren und schnell von den Mehrwerten zu profitieren“, so Oliver Trinchera, Mitgründer und CEO von Kinexon. Damit stellt die Massenmarktreife des X-Tags auch einen Quantensprung für den digitalen Zwilling dar, da Unternehmen nun in höheren Stückzahlen auch kleinere Assets für verschiedene Anwendungen präzise verfolgen können. Noch nie war es einfacher und rentabler, beliebige Assets zu vernetzen und volle Transparenz und Rückverfolgbarkeit des Materialflusses zu garantieren.

Implementierungen bei renommierten Unternehmen

Erste breit angelegte Implementierungen des X-Tags finden gerade bei renommierten Unternehmen aus der Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtbranche statt.  Rafael Hymon, Logistikleiter bei Continental Automotive in Regensburg, erläutert die neuen Potenziale: "Mit dem X-Tag eröffnet Kinexon für uns ganz neue Anwendungen rund um die Lokalisierung mittels UWB-Technologie. Mit ihrer Produktinnovation können wir die Digitalisierung bei Continental noch rentabler vorantreiben. Der kostengünstige X-Tag ermöglicht es, die Vorteile von UWB großflächig auszuspielen: Wir profitieren hier gleichzeitig von hochpräzisen Daten und einem schnelleren ROI." 

Mit der Kinexon RIoT Software bietet das Unternehmen bereits heute eine offene Plattform mit entsprechenden Software- und Analysefunktionen an, um die X-Tag-Daten in einen digitalen Zwilling sowie optimierte und automatisierte Prozesse umzuwandeln. Die Plattform wird bereits von einer Vielzahl an Blue-Chip-Unternehmen, wie BMW und Continental, genutzt. "Kinexon RIoT ist das Echtzeit-Betriebssystem für alle sich bewegenden Objekte. Es vernetzt alle Dinge auf dem Shopfloor, unabhängig von ihrer Technologie und Schnittstelle“, so Mehdi Bentanfous, Global Lead für das Industrie-Geschäft von Kinexon.  „Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, den physischen Shopfloor in einen digitalen Zwilling zu übersetzen. Darauf aufbauend bietet RIoT zahlreiche modulare Funktionen, um Betriebsprozesse in Echtzeit zu erfassen, zu optimieren und zu automatisieren. Die gewonnenen Ergebnisse reichern beliebige Anwendungen und Business Prozesse an, wie ERP, WMS und MES.“

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