Cybersecurity

Andrea Gillhuber,

ABB und IBM arbeiten zusammen

ABB und IBM bündeln in Sachen Cybersecurity ihre Kompetenzen. In Zukunft können sich Prozessleitsysteme von ABB mit IBM-Security-Plattform verbinden. So können digitale Bedrohungen besser erkannt werden.

IBM und ABB arbeiten in Sachen Cybersecurity zusammen. © ABB/ IBM

Der IT-Spezialist IBM und der OT-Experte (Operational Technology) ABB haben eine Zusammenarbeit verkündet. Ziel ist es, Cybersecurity und Betriebstechnologie zu vernetzen. Als erstes Ergebnis der Zusammenarbeit hat ABB einen neuen OT Security Event Monitoring Service entwickelt, welcher das Know-how von ABB im Bereich Prozessleitsysteme mit der IBM-Expertise für das Monitoring von Sicherheitsereignissen verbindet. Der Monitoring Service soll zu einer Verbesserung der Cybersicherheit für Industriebetriebe beitragen.

Zunehmende Vernetzung führt zu neuen Sicherheitsanforderungen

Aufgrund der voranschreitenden Vernetzung und dem stetigen Zusammenwachsen von IT und OT werden industriellen Steuerungssysteme zunehmend Ziel von Cyberattacken. Aus dem aktuellen X-Force Threat Intelligence Index von IBM geht hervor, dass Angriffe auf Industrie- und Produktionsanlagen seit 2018 um über 2.000 % zugenommen haben.
Um OT-Daten besser mit dem allgemeinen IT-Security-System zu verknüpfen, hat ABB den neuen Service entwickelt. Dieser ermöglicht das Weiterleiten von Sicherheitsereignissen von ABB an QRadar, einer Plattform für das Management von Sicherheitsdaten und -vorfällen von IBM.

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Der neue Service wurde infolge einer von ABB und IBM gemeinsam erstellten Referenzarchitektur entwickelt. Diese stellt das nötige Know-how bereit, um schnell auf Sicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit der Prozesssteuerung reagieren zu können. Daten aus Ereignisprotokollen von Prozessleitsystemen werden mit einer speziellen Datenerfassung- und Weiterleitungstechnologie registrieren und an den IBM Security QRadar übermitteln. Dieser nutzt Automatisierung und Künstliche Intelligenz, um dabei zu unterstützen, sicherheitsrelevante Auffälligkeiten und potenzielle Bedrohungen zu erkennen. Die Software, welche die Integration ermöglicht, ist zurzeit bei Early-Adopter-Kunden im Einsatz und wird von ABB in den kommenden Monaten weiteren Kunden zur Verfügung gestellt.

Erste Kunden testen

„Die integrierten Lösungen vermitteln dank der Bündelung marktführender Kompetenzen einen einzigartigen Blick auf die OT-Security“, sagte Dr. Andreas Kühmichel, CTO, Chemicals, Petroleum & Industrial Products bei IBM. „Die größere Transparenz bei OT- und IT-Sicherheit kann dazu beitragen, das Risiko von Produktionsunterbrechungen infolge von Sicherheitsvorfällen zu reduzieren. So wird kostspieligen Ausfallzeiten und einer allgemeinen Gefährdung des Unternehmens vorgebeugt.“

Die Technologien von ABB und IBM, die der Lösung zugrunde liegen, werden auf offenen Plattformen entwickelt. Daher können sie am Netzwerk-Edge und in Hybrid-Cloud-Umgebungen eingesetzt werden, die Vor-Ort-IT, private Clouds oder öffentliche Clouds umfassen. Die gemeinsame Lösung ist so konzipiert, dass Sicherheitsprozesse automatisiert ablaufen und die industriellen Arbeitsabläufe nicht stören. Die Sicherheitsanalyse in QRadar erfolgt über eine Bibliothek von Anwendungsfällen, die Vorfälle automatisch kennzeichnet und entsprechende Alarme auslöst.

ABB und IBM wollen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der OT-Sicherheit fortsetzen, um neue Kompetenzen und Angebote zu entwickeln und Kunden bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen in diesem Bereich zu unterstützen.

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