Roboter-Programmierung

Wandelbots sammelt 26 Millionen Euro Investitionskapital ein

Das Start-up Wandelbots hat den TracePen entwickelt, mit dem auch Nicht-Programmierer Industrieroboter für die Ausführung von Präzisionsaufgaben anlernen können. Bei einer neuen Investitionsrunde sammelte das Unternehmen 26 Millionen Euro neues Kapital.

Die Gründer des Unternehmens. © Wandelbots

Das Softwareunternehmen Wandelbots hat in einer von 83North geführten Runde der Serie B, an der Co-Investoren wie Microsofts Investitionsfond M12 und Siemens Investitionsfond Next47 beteiligt sind, 26 Millionen Euro neues Investitionskapital eingesammelt. Die bisher bestehenden Investoren Paua Ventures, EQT Ventures und Atlantic Labs sind ebenfalls in der neuen Runde beteiligt, darüber hinaus auch Haniel und Alexander Rinke (CEO Celonis). Die Series A Investitionsrunde wurde von Paua Ventures angeführt.

Wandelbots hat eine Technologieplattform entwickelt, die es Nicht-Programmierern ermöglicht, Industrieroboter für die Ausführung von Präzisionsaufgaben anzulernen. Das Kundenspektrum reicht von Großunternehmen wie Volkwagen, BMW und Infineon bis hin zu einer breiten Palette von kleinen und mittleren Unternehmen aus allen Branchen.

Wandelbots will die Finanzierung nutzen, um die Markteinführung des TracePen zu beschleunigen. TracePen sei das weltweit erste handgroße No-Code-Gerät, mit dem Menschen Robotern einfach und schnell beibringen können, wie sie komplexe industrielle Aufgaben ausführen können. Diese Methode sei bis zu 70 Mal schneller und mit einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Programmiermethoden verbunden.

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Die Finanzierung soll auch dazu beitragen, die globalen Expansionspläne des Unternehmens zu erfüllen. Wandelbots erlebte kürzlich einen Nachfrageschub von internationalen Käufern aufgrund der Covid-19-Pandemie, bei der industrielle Lieferketten zusammenbrachen und ein zunehmender Trend zur Verlagerung von Schlüsselprozessen nach innen, die zuvor im Ausland durchgeführt wurden, zu beobachten war.

Christian Piechnick, Gründer und CEO von Wandelbots: „Die Komplexität, der Zeitaufwand und die Kosten der (Um-)Programmierung von Robotern zur Anpassung an sich ändernde Marktanforderungen waren bisher sehr aufwändig und damit eher sehr großen Unternehmen vorbehalten. Das Aufkommen der Programmierung durch Endnutzer hat diesen Markt auf den Kopf gestellt. Roboter können nun innerhalb weniger Minuten neue Fähigkeiten erlernen, indem sie mit unglaublicher Präzision und Genauigkeit durch das Demonstrieren durch qualifizierte menschliche Bediener lernen.“ Darüber hinaus teilt er seine langfristige Vision: „Wenn ich in die Zukunft blicke, bin ich mir absolut sicher, dass in den nächsten 15 Jahren Roboter in jedem Haushalt so etabliert sein werden, wie die Smartphones im letzten Jahrzehnt etabliert wurden. Wir ebnen diesen Weg, indem wir es jedem ermöglichen, einem Roboter zu zeigen, was er zu tun hat.“

„Die Lösungen von Wandelbots bieten der Industrie, insbesondere der Automatisierung durch Robotik, einen enormen Umsetzungsschub“, sagt Marco Weiß, Leiter Mobilität und Innovation im Zentrum für Mobilität der Zukunft bei Volkswagen. Ein Anlagenbetreiber könne durch intuitive Bedienung ohne spezielle Programmierkenntnisse seine Robotikanwendung an sich ändernde Anforderungen anpassen und damit sehr flexibel und kostengünstig umsetzen. as

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