MRK + Cobots
Konstanter Auftrag
Manuelle Dispenser wie Drückflaschen oder Bürsten sind immer noch in einigen Unternehmen im Einsatz. Problematisch ist hier die geringe Kontrolle über die aufgetragene Dosiermenge, denn der Bediener steuert Menge und Positionierung des Materials. Mit einem Tischroboter lässt sich das ändern: Die kompakten und vielseitigen Maschinen können praktisch jede Montageflüssigkeit genau und konstant auftragen. Das verbessert die Qualität, erhöht die Produktivität, senkt die Kosten und kann deshalb einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil schaffen.
Fehler bei manueller Dosierung
Bei pneumatischen Dosiergeräten wird durch gesteuerte Druckluft und einem präzisen Zeitgeber die Materialmenge reguliert – subjektive Bedienerentscheidungen im Dosierprozess entfallen. Dies verbessert die Genauigkeit bei gleichzeitiger Reduzierung von Nacharbeit, Ausschuss und Abfallmenge. Bei einem Präzisionsdosiergerät wird die aufgetragene Menge des Materials von drei Parametern bestimmt: dem Dosiernadeldurchmesser (gauge), dem Materialdruck sowie der Zeit, in der Druck angelegt wird (Dosierzeit). Die Dosierzeit kann in kleineren als 0,0001-Sekundenschritten eingestellt werden und ist der präziseste Weg, die Menge des zu dosierenden Materials zu bestimmen. Diese Geräte produzieren konstante Materialaufträge – unabhängig davon, wer die Anwendungen durchführt. Sie eignet sich daher für manuelle Dosieranwendungen. Dennoch bestimmt der jeweilige Bediener, wo und mit welcher Fließrate das Material aufgetragen wird. Während die Materialmenge konstant bleibt, wird es bei der Platzierung und der Geschwindigkeit des Materialauftrags immer kleine Unterschiede von Bediener zu Bediener geben.
Automatisch die richtige Position
Hier sind Dosierroboter von entscheidendem Vorteil. Im Gegensatz zu manuellen Anwendungen, bei denen der Bediener die Positionierung des Materialauftrags bestimmt, kann ein Roboter für die automatische Positionierung der Dosiernadel programmiert werden, sodass das Material jederzeit an gleicher Stelle wiederholbar aufgetragen wird. Diese Roboter kombinieren ein präzises Materialdosiersystem – typischerweise mit Kartusche oder Ventil – mit einer elektronisch gesteuerten Positionierplattform. Durch die Automatisierung von Positionierung und Dosierprozess lassen sich die Materialien schneller und präziser auftragen, als selbst ein erfahrener Bediener dazu in der Lage wäre. Mit den eingestellten Dosier- und Positionierparametern lässt sich das Material automatisch in der richtigen Menge und Position aufbringen – ohne Eingreifen des Bedieners. Er setzt nur das Teil oder mehrere Teile auf eine Haltevorrichtung, platziert die Vorrichtung auf die Arbeitsplatte des Roboters und löst den Dosierzyklus aus. Abweichungen bei Dosierpositionierung, -menge und -geschwindigkeit gibt es nicht mehr – das begünstigt den Arbeitsfluss und die Produktqualität.
Dosierroboter eignen sich gut für den Musterbau und geringe bis mittelgroße Produktionsserien. Auch komplett andere Materialen lassen sich auftragen, zum Beispiel ein dickflüssiges RTV-Silikon statt dünnflüssigen Cyanoacrylates – nötig ist nur das Wechseln des Dosierventils. pb








