Roboter von Metralabs

Auf Herz und Steuerung vom TÜV geprüft

Tory ist der erste vollautonome Inventurroboter, der im Einzelhandel eingesetzt wird. Er muss dabei die gleichen technischen Sicherheitsanforderungen erfüllen wie andere Maschinen auch.

Tory ist ein vollautonomer Inventurroboter, der im Einzelhandel eingesetzt wird. Seine Sicherheitsfahrsteuerung ist EG-baumustergeprüft. (Bild: Metralabs)

Die Fiktion eines Maschinenmenschen, der uns Arbeit abnimmt, geht auf die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück. Heute sind intelligente Maschinen Wirklichkeit. Sie werden dabei nicht nur in der Industrie eingesetzt, auch im Service-Bereich gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Roboter helfen bei Arbeiten im Pflegebereich, im Einzelhandel unterstützen sie bei der Inventur, erfassen den Bücherbestand in Bibliotheken oder sind mobiles Informationsterminal, das Kundenwünsche erfüllt.

Die Logikeinheiten auf Computerplatinen übernehmen die Steuerung der mobilen Maschinen, sie sind sozusagen die Herzstücke der Roboter. Die Sicherheitsfunktionen solcher mobilen Robotersysteme, die in unmittelbarer Nähe zum Menschen arbeiten beziehungsweise deren Laufwege kreuzen, unterliegen hohen Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Schließlich muss der Roboter im Falle einer drohenden Kollision mit einem Menschen sicher zum Stillstand kommen.

EG-baumustergeprüfte Sicherheitsfahrsteuerung

Das Ilmenauer Unternehmen Metralabs produziert professionelle mobile Roboterplattformen. Die Maschinensicherheitsexperten des TÜV Thüringen haben jüngst die Sicherheitsfahrsteuerung der Metralabs-Roboter gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Anhang IV, Nr. 21 geprüft und ein EG-Baumusterzertifikat erteilt. Die EG-baumustergeprüfte Sicherheitsfahrsteuerung erreicht das Sicherheits-Performance-Level d und wird künftig in mobilen Infoständen und in Robotern mit Logistikfunktionen wie Transport, Handling und Verräumung eingesetzt. So auch in der neuesten Generation des Inventurroboters Tory.

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Um die hohen Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (MaschRL) und des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) zu erfüllen, muss die Ausfallwahrscheinlichkeit von Sicherheitsfahrsteuerungen gegen Null gehen. Nur so kann stets ein sicheres Abbremsen gewährleistet werden. Dabei müssen die Signale der Sensorik des Roboters stets nach logischen Algorithmen verarbeitet werden. Kommt der Roboter einem Menschen oder einem anderen Hindernis zu nahe, wird das Signal an das Bremssystem weitergegeben. as

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