MRK normenkonform einführen
Schunk lud zum ersten MRK-Anwender- und Technologiedialog
MRK-Experten und -Interessierte trafen sich vergangene Woche zum ersten Anwender- und Technologiedialog bei Schunk im Werk Brackenheim-Hausen. Im Fokus standen die anschauliche und praxisnahe Anleitung zur Einführung von MRK im Unternehmen sowie die normenkonforme Gestaltung von MRK-Arbeitsplätzen.
Die Mensch-Roboter-Kollaboration, kurz MRK, bewegt seit einigen Jahren intensiv die industrielle Fachwelt. In Bereichen der Vollautomatisierung wird der Roboter eingezäunt bleiben und weiterhin abgeschirmt und sicher jene Arbeitsschritte ausführen, für die er ausgerüstet und programmiert worden ist. Doch die teilautomatisierten Fertigungsprozesse ändern sich – dort, wo der Werker entlastet werden kann und wo sich die jeweiligen Vorteile von Mensch und Maschine ergänzen, werden Werker und Roboter zunehmend miteinander auskommen müssen. Für die erfolgreiche und nutzenbringende Einführung von MRK im industriellen Produktionsalltag muss der Mensch allerdings zuerst gewonnen werden – die Einführung von MRK bedeutet einen umfassenden Change-Prozess im Betriebsgeschehen, betrifft alle Arbeitsabläufe und vor allem auch die Arbeitssicherheit. Unternehmen sollten daher in die MRK sorgsam und wohlüberlegt einsteigen und von Beginn an ganzheitlich und normenkonform vorgehen, so die Empfehlung der Referenten.
MRK Erfahrungswerte teilen
Schunk als Veranstalter des MRK-Anwender- und Technologiedialogs legte Wert auf offene Erfahrungsberichte ausgewählter Industriepartner. Das Treffen der rund 50 Teilnehmer geriet zum intensiven und informativen Wissensaustausch und Erfahrungstransfer. Es ging um die konkrete Einführung von MRK in Unternehmen, die wachsende Normenlandschaft und deren Berücksichtigung sowie den Weg zur Zertifizierung. Auch wie das Veränderungsmanagement aussehen sollte, um die Mitarbeiter bei der Entwicklung hin zur MRK mitzunehmen und deren Ängsten vor der unmittelbaren Zusammenarbeit mit Robotern aktiv zu begegnen, wurde thematisiert, und schließlich auch die Aufwands- und Nutzenbetrachtung.
Greifer spielt besondere Rolle bei MRK
Bei der MRK kommt es in besonderer Weise auf den Endeffektor am Roboter an – der Greifer hat hier eine zentrale Bedeutung. Schunk gab daher Einblicke in die vielen Facetten eines MRK-Einsatzes und zeigte Anwendungsbeispiele für sicheres Greifen in der Fertigung. Im Rahmen seiner breit angelegten „Co-act“ Initiative ermöglicht Schunk modernen MRK-Robotern die erforderliche Fingerfertigkeit für unterschiedlichste Anwendungsfelder. Jüngst erhielt Schunk für die SVH-Fünf-Fingerhand das weltweit erste DGUV-Zertifizierungssiegel als Greifer für den kollaborativen Betrieb. Petra Born













