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Artikel und Hintergründe zum Thema

Mensch-Roboter-Kollaboration

Daniel Schilling,

Pneumatischer Cobot

Einen ungewöhnlichen Ansatz für Cobots präsentierte Festo auf der Hannover Messe. Auf den Markt kommt der mit Druckluft angetriebene Roboter 2023.

Festos pneumatischer Cobot erregte am Messestand einiges Aufsehen bei den Besuchern. © Festo

Sehr viele Anbieter haben inzwischen Cobots oder MRK-geeignete Roboter im Sortiment. Der Hersteller Festo ist dabei einen ungewöhnlichen Weg gegangen: Die Esslinger setzen auf Druckluft als Antrieb. Argumentiert wird dabei mit der Feinfühligkeit der nachgiebigen Pneumatik, die diese Antriebsart besonders geeignet für den Einsatz nah am Menschen erscheinen lässt.

Aber auch andere Pluspunkte zählen: Die Direktantriebe in den Gelenken sind kostengünstiger und besonders leicht, weil im Gegensatz zu elektrischen Lösungen keine schweren Getriebe und teure Kraft-Moment-Sensorik nötig sind. Bei der Entwicklung konnte Festo auf seine langjährige Expertise in Sachen Controlled Pneumatics setzen.

Versprechen Wirtschaftlichkeit für KMU

Mit dem Cobot soll es auch für kleine und mittlere Unternehmen, die oft von manuellen Arbeitsprozessen geprägt sind, wirtschaftlich werden, Cobots einzusetzen. Der pneumatische Festo Cobot soll günstiger sein als elektrische Cobots dieser Klasse. Er wird ein attraktives Verhältnis aus Preis und Leistung in seinem vornehmlichen Einsatzgebiet des Kleinteilehandlings bei Nutzlasten bis zu 3 kg aufweisen. „Zum Verkaufsstart 2023 wird der Festo Cobot mit seiner einfachen Bedienbarkeit neue Maßstäbe in der Mensch-Roboter-Kollaboration setzen“, verspricht Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management bei Festo.

Der Festo Cobot besteht aus der Hardware selbst, einem Handmodul und der Robotic Suite, einer Software für die intuitive Inbetriebnahme und Programmierung. Dieses Paket macht es möglich, den Cobot in weniger als einer Stunde in Betrieb zu nehmen und zu programmieren. Vorkenntnisse aus dem Bereich der Robotik sind nicht notwendig, denn die selbsterklärende Software „Robotic Suite“ enthält übersichtlich visualisierte und standardisierte Funktionsbausteine. Pneumatische Antriebe ermöglichen das einfache manuelle und widerstandsfreie Führen des Roboterarms mit der Hand, um Wegpunkte bzw. Bahnen schnell und präzise einzulernen.

Leichtbau-Methoden

Dank Leichtbau-Methoden wiegt der Festo Cobot nur 17 kg. Die Reichweite beträgt 670 mm.Die pneumatischen Direktantriebe des Cobots und sein geringes Gewicht senken seine Kontaktenergie. Christian Tarragona, Leiter Robotics bei Festo: „Durch exakte Druckregler in den Gelenken erkennt der Roboter, wenn er berührt wird und reagiert mit entsprechenden Safety-Funktionen.“ Der Mitarbeiter kann völlig gefahrlos mit seinem umsichtigen technischen Kollegen kooperieren.

Am Festo-Stand auf der Hannover Messe fand das gezeigte Modell bereits einige Aufmerksamkeit.

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