Bosch mit kollaborativen Robotern zur Motek

Die Familie unterstützt kritische Schritte

Flexibel einsetzbar, vernetzt und mit Sicherheit kollaborativ: Auf der Motek präsentiert Robert Bosch ihr umfassendes Portfolio an Automatisierungslösungen. Im Zentrum des Auftritts stehen die mobilen Produktionsassistenten der APAS family, die von Bosch speziell für die Kollaboration mit Menschen entwickelt wurden.

Die mobilen und vernetzten Produktionsassistenten der APAS family können ortsunabhängig, alleine oder kombiniert eingesetzt werden und unterstützen so eine wandelbare Produktion. (Fotos: Bosch)

So ist der APAS assistant mit seiner patentierten Sensorhaut von der deutschen Berufsgenossenschaft für die Zusammenarbeit mit Menschen ohne Schutzzaun zertifiziert. Ergänzt wird dieses Sicherheitskonzept künftig durch die neue Option APAS speedswitch, die – ebenso wie die Roboterkinematik APAS safekin – in Stuttgart erstmals der internationalen Fachwelt vorgestellt wird.

Lösungen für die Fabrik der Zukunft

Gemeinsam ist allen auf der Motek gezeigten Lösungen, dass sie sich innerhalb der Bosch-Gruppe bereits im Einsatz befinden, wie Volker Hartmann, stellvertretender Produktbereichsleiter für den Bereich Montageanlagen und Sondermaschinen, erklärt: „Die APAS assistants haben sich bereits in vielen Bosch-Werken weltweit bewährt und können nun auch von Kunden außerhalb des Konzerns genutzt werden.“ Die APAS family, die derzeit aus drei Produktionsassistenten besteht, kann dank ihres standardisierten Bedienkonzepts und ihren Vernetzungsmöglichkeiten ortsunabhängig, alleine oder miteinander kombiniert in Fertigungsanlagen eingesetzt werden. „In der Fabrik der Zukunft brauchen wir zunehmend Maschinen und Roboter, die entlang der gesamten Produktionskette ortsfeste Produktionssysteme flexibel ablösen oder ergänzen können“, erklärt Wolfgang Pomrehn, Produktmanager für die APAS family. „Zugleich spielt die Möglichkeit der direkten Zusammenarbeit mit dem Menschen eine wachsende Rolle – und damit natürlich auch der Sicherheitsaspekt.“

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Alle drei APAS Produktionsassistenten sind deshalb so konzipiert, dass sie das Fachpersonal bei kritischen Arbeitsschritten unterstützen, die Mitarbeiter bei monotonen oder sie verschmutzenden Tätigkeiten entlasten und vor allem direkt mit Menschen kollaborieren können. So übernimmt der APAS inspector – ausgerüstet mit einer hochauflösenden Highspeed-Kamera und innovativem 3D-Verfahren – beispielsweise die Inspektion hochsensibler Oberflächen oder Vollständigkeitsprüfungen. Der APAS flexpress hingegen ist ein mobiler Produktionsassistent für hochflexibles und hochgenaues Fügen – einer der häufigsten Vorgänge in Fertigungen. Die integrierte Sicherheitstechnik stellt zudem sicher, dass Facharbeiter und Produktionsassistent reibungslos zusammenarbeiten können.

Mensch-Maschine-Kollaboration ohne Schutzzaun

Der Assistant unterstützt die Werker besonders bei der Verrichtung kritischer Tätigkeiten.

Die sichere Interaktion von Mensch und Maschine steht besonders beim APAS assistant im Zentrum: Ausgestattet mit einem Sechs-Achs-Industrieroboterarm, sensitivem Drei-Finger-Greifer und 3D-Kamerasystem wurde der APAS assistant speziell für die direkte Kollaboration mit dem Menschen entwickelt – und das auch ohne spezielle Schutzvorrichtungen. Anders als bei anderen Robotersystemen ist der Greifarm des APAS assistant mit einer hochsensiblen Sensorhaut überzogen. Dadurch erkennt das System ohne jede Berührung, wenn ein Mensch ihm zu nahe kommt, stoppt sofort seine Arbeit und wartet, bis der Mitarbeiter den Gefahrenbereich wieder verlassen hat. „Diese Anwendung ist einmalig im Markt und ermöglicht es, dass Mensch und Maschine Hand in Hand arbeiten“, erklärt Pomrehn.

Bislang konnten Kunden den mit der Sensorhaut geschützten Roboterarm dabei allein als festen Bestandteil des APAS assistant nutzen. Auf der Motek wird er nun erstmals auch als Einzelkomponente unter dem Namen APAS safekin vorgestellt. „Damit reagieren wir auf die große Zahl von Anfragen, die wir erhalten haben“, so Pomrehn. „Ab kommendem Jahr kann die sensorhautgeschützte Roboterkinematik auch unabhängig von der mobilen APAS-Basis eingesetzt werden – dann aber vorzugsweise fest verankert in einem bestimmten Fertigungsabschnitt.“

Weltpremiere für speedswitch

Ebenfalls ab 2016 ergänzt APAS speedswitch das Sicherheitskonzept des APAS assistant. Die auf der Motek erstmals der internationalen Fachöffentlichkeit vorgestellte neue Funktion des APAS assistant ermöglicht es, den gesamten Nahbereich rund um die Sensorhaut zu überwachen und die Arbeitsgeschwindigkeit auf die An- beziehungsweise Abwesenheit von Menschen einzustellen. Der erweiterte Fernbereich wird über die speedswitch-Schnittstelle überwacht. „Aus Sicherheitsgründen reduziert der APAS assistant heute grundsätzlich seine Geschwindigkeit und passt sie dem Menschen an“, so Pomrehn. „Künftig wird er dank APAS speedswitch die Geschwindigkeit flexibel auf sein Umfeld abstimmen: Solange kein Mitarbeiter in der Nähe ist, arbeitet er mit maximaler Geschwindigkeit. Sobald der Nahbereich betreten wird, wechselt der APAS assistant automatisch auf ein sicheres Tempo. Konkret bedeutet das eine höhere Produktivität, ohne dabei Abstriche bei der Arbeitssicherheit zu machen.“ bw

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