Bionic: Optimistisch trotz Insolvenz

Interessant für Investoren

Die Geschäftsführung der Bionic Robotics GmbH hat am 25. August 2016 mit dem Ziel einer umfassenden Restrukturierung die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Amtsgericht Darmstadt hat daraufhin Rechtsanwalt Mirko Lehnert von der Kanzlei Schiebe und Collegen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Optimistische Einschätzung: Der Roboterarm von Bionic soll trotz Insolvenz ein Erfolg werden. (Foto: Bionic)

Die Bionic Robotics ist spezialisiert auf die Herstellung von Leichtbaurobotern für die Automatisierungstechnik. Gegründet 2010 als Spin-off der Technischen Universität Darmstadt, gehört Bionic Robotics heute zu den Produzenten im Bereich der industriellen Leichtbaurobotik. Mit dem Roboter „BioRob“ hat das Unternehmen den ersten Roboterarm nach dem Vorbild des menschlichen Arms entwickelt, der aufgrund der inhärent sicheren elastischen Leichtbauweise auch ohne spezielle Sensorik und zusätzliche Schutzmaßnahmen die gefahrlose direkte Zusammenarbeit mit Menschen ermöglicht.

Dieses passive Sicherheitskonzept ist von der Deutschen Berufsgenossenschaft zertifiziert und soll nach ersten Einsätzen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen nun in Unternehmen des produzierenden Gewerbes eingesetzt werden. „In den vergangenen Monaten konnten wir zahlreiche namhafte industrielle Anwender von unserem Produkt überzeugen. Die nun anstehende Restrukturierung des Unternehmens wird es uns ermöglichen, noch spezieller auf diese Kunden einzugehen und den Service des Unternehmens weiter zu verbessern“, sagt Ralf Teichmann, Geschäftsführer der Bionic Robotics. Auch der vorläufige Insolvenzverwalter Mirko Lehnert gibt eine optimistische Zukunftsprognose aus: „Bionic Robotics verfügt nicht nur über ein einzigartiges Produkt, sondern profitiert zudem von einem ausgesprochen dynamischen Team. Diese Kombination macht das Unternehmen auch für internationale Investoren interessant.“

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Mit Unterstützung des auf Sondersituationen spezialisierten M&A-Teams der Unternehmensberatung Roland Berger wurde unter Leitung von Dr. Jörg Eschmann bereits ein Investorenprozess gestartet. Es werden sowohl branchenaffine strategische Investoren als auch Finanzinvestoren angesprochen. Der Betrieb wird auch nach dem Insolvenzantrag ohne Einschränkungen fortgeführt. Die Arbeitsplätze der rund 20 Mitarbeiter sollen erhalten bleiben. bw

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