Schneider modernisiert Maschinenpark
Ein Drittel mehr Produktion mit Robotertechnologie
Schneider Kunststofftechnik hat ihre Produktion am Firmensitz in Kirchheim ausgeweitet und modernisiert. Drei neue vollautomatische Fertigungszellen sind nun im Einsatz, was die Produktion um ein Drittel gesteigert hat.
Schneider Kunststofftechnik hat insgesamt rund 700.000 Euro investiert und den Maschinenpark von 13 auf 17 Spritzgießmaschinen aufgestockt – darunter zwei vollelektrische Spritzgießmaschinen sowie zwei vollautomatische Fertigungszellen mit drei Knickarm-Robotern. Durch die Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen steigert Schneider die Kapazitäten in der Produktion um rund ein Drittel.
„Unsere Bestandskunden fragen größere Mengen nach und auch potenzielle Neukunden kommen verstärkt auf uns zu. Da war es für uns als zukunftsorientiertes Familienunternehmen nur folgerichtig, den Schritt der Erweiterung und Modernisierung in der Produktion zu gehen“, erklärt Drita Schneider, Geschäftsführerin von Schneider. Das Unternehmen fertigt technische Kunststoffteile für Kunden der Automobilbranche, dem Maschinenbau sowie der Verpackungs- und Sensortechnik.
Automatische Fertigungszellen mit Knickarm-Roboter
Das Highlight des modernisierten Maschinenparks sind drei innovative Roboter. Der Vorteil der neuen vollautomatischen Fertigungszellen mit integriertem Knickarm-Roboter liegt auf der Hand: „Bisher haben wir im Zweischichtbetrieb montiert. Nun können wir drei Schichten am Tag fahren, das ergibt ein Kapazitätsplus von rund einem Drittel“, erklärt Betriebsleiter Reinhard Fendt. Zwei der drei Robotermaschinen produzieren Kunststoffteile für Kartuschen. „Bisher haben wir pro Tag rund 10.000 dieser Teile produziert. Die Roboter schaffen jetzt täglich bis zu 15.000 Stück“, so Fendt weiter. Die dritte Roboteranlage produziert Schlüssel und wurde speziell für den Auftrag eines Neukunden angeschafft. Pro Jahr fertigt die Maschine 2,5 Millionen Schlüssel und das voraussichtlich zehn Jahre lang.
Die Modernisierung und zunehmende Automatisierung geht dabei nicht auf Kosten der Mitarbeiter. „Im Gegenteil: Alle Mitarbeiter werden auch weiterhin bei uns beschäftigt – mit dem kleinen Unterschied, dass wir jetzt einfach noch größere Aufträge machen können und mit der Investition also auch langfristig die Arbeitsplätze sichern“, so Drita Schneider. Das Allgäuer Familienunternehmen beschäftigt in der Produktion 19 Mitarbeiter.
Neben der Kapazitätssteigerung verfolgt Schneider mit der Modernisierung ihrer Produktionsanlagen auch ein ökologisches Ziel, nämlich das der Energieeinsparung. Allein der Einsatz einer vollelektrischen Spritzgießmaschine, wie sie installiert wurde, spart im Vergleich zu der herkömmlichen hydraulischen Variante laut Hersteller bis zu 25 Prozent Strom. Außerdem hat das Familienunternehmen ein neues Umwelt- und Energiemanagementsystem auf die Beine gestellt, das sowohl nach ISO 14001 als auch ISO 50001 zertifiziert ist. Schneider ist auch Teilnehmer im Umweltpaket Bayern, einer Vereinbarung der Bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft zum kooperativen Umweltschutz. Ziele des Umweltpakets sind es, Ressourcen zu schonen, Abfall und Abwasser zu vermeiden sowie CO2 einzusparen. as










