Automatica sprint 2021

Andreas Mühlbauer,

ABB zeigt Lösungen für die flexible Produktion

Auf der diesjährigen Automatica sprint, die vom 22. bis 24. Juni 2021 komplett virtuell stattfindet, präsentiert ABB eine breite Palette an Robotik- und Digitalisierungslösungen, die Unternehmen dabei unterstützen, die Automatisierung voranzutreiben, ihre Fertigung noch flexibler zu gestalten und damit schneller auf Trends zu reagieren.

Als virtuelle Umgebung für die Programmierung und Simulation kompletter Roboterinstallationen bietet ABB RobotStudio. Die Software wurde um eine neue Funktion für die exakte Simulation des realen Bremswegs von Robotern erweitert. © ABB

„Die vergangenen, Pandemie-geprägten Monate haben mehr als deutlich gezeugt, wie wichtig es ist, dass Unternehmen individuell und flexibel produzieren können. Robotik und Automatisierung nehmen hierbei weiter an Fahrt auf. Besonders klein- und mittelständische Betriebe sowie Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, der Konsumgüterindustrie, der Logistik sowie der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie schöpfen das Potenzial einer robotergestützten Automatisierung zunehmend aus“, betont Jörg Reger, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation in Deutschland. „Mit unserer neuen Generation an kollaborativen Robotern, die sich einfach installieren und bedienen lassen, ebnen wir ihnen den Weg in die Robotik. Gleichzeitig sorgen unsere digitalen Lösungen für ein Plus an Transparenz und Produktivität.“

ABB verfügt mit ihren kollaborativen Robotern (Cobots) GoFa und Swifti sowie der YuMi-Familie über das vielseitigste Cobot-Portfolio am Markt. Sämtliche Cobots bieten verschiedene Traglast- und Reichweitenoptionen für die unterschiedlichsten Aufgaben: von der Maschinenbeschickung und Montage bis hin zum Testen und Verpacken in Produktionswerken, Labors, Logistikzentren, Werkstätten und kleinen Produktionsbetrieben. Dank modernster Sicherheitssysteme ermöglichen sie die verschiedensten Arten der Mensch-Roboter-Kollaboration, sind dabei intuitiv zu bedienen und innerhalb kürzester Zeit nach der Installation einsatzbereit – ohne dass ein spezielles Training erforderlich ist. Somit haben auch Branchen, die aktuell noch einen geringen Automatisierungsgrad aufweisen, die Möglichkeit, umfassend von roboterbasierten Prozessen zu profitieren.

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Um Anwendern die Roboternutzung weiter zu vereinfachen, bietet ABB zudem ein umfangreiches Sortiment an digitalen Tools und Services, die ebenfalls auf der virtuellen automatica sprint zu sehen sind. Ein Kernelement: das Offline-Programmiertool RobotStudio. Damit lässt sich eine komplette Roboteranlage in einer virtuellen 3D-Umgebung erstellen, simulieren und testen, ohne die eigentliche Produktionslinie unterbrechen zu müssen. Dies verkürzt die Projektzeit und hilft, das Zellendesign vor dem Bau des physischen Pendants zu optimieren. Zuletzt wurde RobotStudio im Februar um eine neue Funktion zur millimetergenauen Berechnung der Roboter-Bremswege ergänzt. Diese Neuerung erhöht nicht nur die Bediensicherheit noch weiter, sondern ermöglicht auch eine Platzeinsparung von bis zu 25 Prozent beim Design von Roboterzellen.

Ein weiteres Schlüsselelement der ABB RobotStudio-Software ist der AR (Augmented Reality) Viewer, mit dem sich jedes Zellenmodell für den gewünschten Einsatz testen lässt. Nutzer erhalten einen visuellen Eindruck von der Größe und dem Maßstab eines Roboters oder einer Roboterzelle und erkennen schnell, ob und wie sie in eine vorhandene Produktionsanlage passen. Per Smartphone oder Tablet lässt sich das Modell in die reale Produktionsumgebung einbetten, skalieren und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Speziell für kameragestützte Pick- und Verpackungsapplikationen wird außerdem die marktführende ABB-Software PickMaster in dritter Generation vorgestellt. Anhand des Prinzips des Digitalen Zwillings, das der Software zugrunde liegt, lassen sich Inbetriebnahme- und Umrüstzeiten von Anlagen auf einen Bruchteil reduzieren, um so die Gesamteffizienz einer Anlage signifikant zu steigern.

Darüber hinaus bietet ABB mit dem neuen zustandsorientierten Wartungsservice (Condition-Based Maintenance – CBM), Roboteranwendern die Möglichkeit, auf Basis von Echtzeit-Betriebsdaten einen präventiven Wartungsplan für einzelne Roboter oder Roboterflotten zu erstellen, um so die Produktivität zu steigern und Ausfallzeiten zu minimieren. So können Anwender ihre Budgets besser planen und sicherstellen, dass Ressourcen verfügbar sind, um die eventuell anfallenden Arbeiten durchführen zu können.

„Kundenbedürfnisse werden immer individueller, der Fachkräftemangel hält weiter an, die Digitalisierung schreitet in großen Schritten voran und auch nach der Corona-Pandemie bleibt eine große Verunsicherung im Markt. Mit einem Dreiklang aus kollaborativen Robotern, intelligenten und leistungsstarken Softwarelösungen sowie einem internationalen Supportnetzwerk bieten wir Unternehmen das Fundament, auf dem sie ihre individuellen Automatisierungsszenarien optimal realisieren können“, resümiert Jörg Reger.

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