Schraubsystem
Erkennt Veränderungen
In der industriellen Serienfertigung ist die Verschraubung nach wie vor die mit Abstand häufigste Fügetechnik. Umso wichtiger ist, dass sie vollautomatisiert, präzise und hochdynamisch erfolgt. Mindestens ebenso wichtig ist auch die Zuverlässigkeit der Verschraubungen. Anbieter solcher Systeme ist WSM-Automation: Während marktübliche Schraubsysteme das Drehmoment mit einem Kilohertz messen, sind bei WSM-Automation zwei Kilohertz der Standard, als Sonderlösung sind sogar Messraten bis zehn Kilohertz möglich. Dadurch kann die Schraubersteuerung auch kleinste Drehmomentänderungen blitzschnell erfassen und darauf reagieren. So können die hochwertigen Schraubeinheiten aus dem Stillstand auf 1.500 Umdrehungen pro Minute beschleunigen und aus der gleichen Drehzahl wieder auf Stillstand abbremsen - und dies jeweils innerhalb eines erforderlichen Drehwinkels von maximal zehn Grad. In der Praxis liegen die Werte meist deutlich darunter und sind damit beim Beschleunigen und Bremsen und auch beim Wechseln der Schraubstufe dynamischer als sonst üblich. Die hohe Abtastrate, der dynamische Drehzahlwechsel und eine 16 Bit breite Auflösung der Drehmomente aus den Messwertaufnehmern ermöglicht die Nutzung neuartiger Schraubverfahren auch unter Produktionsbedingungen. Anders als einfache Steuerungen, die schlicht bis zum Erreichen des angegebenen Anzugsdrehmoments schrauben und dann stoppen, erkennen die hochauflösenden WSM-Steuerungen den charakteristischen Drehmomentanstieg, der beim Erreichen der Kopfauflage auftritt. Erst ab diesem Zeitpunkt kommt das vorgegebene Drehmoment zum Tragen, mit dem die eigentliche Verspannung der Werkstückpartner erreicht werden soll. Dadurch werden Fehlverschraubungen verhindert. In den WSM-Schraubeinheiten sind Kohlefaser-Verbundwerkstoffe und Bauteile aus Titan eingesetzt - sie sind leicht, hoch belastbar und verschleißfest. pb









