Drehmaschine von Emag

Präzise Fertigung von Futterteilen

Die Emag-Maschinenfabrik hat das Portfolio seiner VLC-Reihe um eine neue Maschine erweitert. Die VLC 200 GT wurde speziell für die Futterbearbeitung von Pkw-Getrieberädern entwickelt.

Blick in den Arbeitsraum der VLC 200 GT: Die Dreh-Schleif-Kombination sorgt für sinkende Bearbeitungszeiten bei Getrieberädern. (Bild: Emag)

Riesige Stückzahlen und hohe Bauteilqualität prägen die Produktion im Pkw-Getriebebau seit Jahrzehnten. Allerdings wandeln sich Markt und Technik derzeit: So nimmt etwa die Zahl von Schaltgängen, die unsere Autos aufweisen, stetig zu. Deshalb steigen im Umkehrschluss auch die Produktionsmengen weiter an. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb durch neue Marktteilnehmer aus Asien. Um dieser Entwicklung zu begegnen, bietet die Emag-Maschinenfabrik mit der VLC-Reihe multifunktionale Maschinen an, in denen verschiedene Hartbearbeitungsprozesse an den Getriebekomponenten in schnellem Wechsel hintereinander ablaufen. Aktuell erweitern die Dreh- und Schleif-Spezialisten mit Sitz in Salach dieses Portfolio um einen Baustein: Die neue Maschine VLC 200 GT haben die Ingenieure speziell für die Futterbearbeitung von Pkw-Getrieberädern entwickelt.

Ganzheitlicher Prozess

Multitechnologische Anwendungen: Innen- und Außenschleifspindeln, Blockstahlhalter oder der Zwölffach-Werkzeugrevolver kommen je nach Bedarf zum Einsatz. (Bild: Emag)

Das Beladen der Maschine erfolgt durch deine integrierte Pick-Up-Spindel mit besonders hohem Tempo. Um Nebenzeiten zu verkürzen, hat der Spezialist unter anderem den Mechanismus der Arbeitsraumtür optimiert. Nachdem die Spindel mit Bauteil dann ihre Bearbeitungsposition eingenommen hat, erfolgt in schneller Abfolge das Hart-Vordrehen von Schulter und Bohrung. Anschließend verbleibt am Getrieberad nur noch ein Restaufmaß von wenigen Mikrometern. Das sorgt wiederum für einen deutlich verkürzten Schleifprozess, der entweder mit Korund- oder CBN-Schleifscheiben erfolgt.

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Gleichzeitig profitiert die Bearbeitungsqualität von der Dreh-Schleif-Kombination: Wenn nach dem Drehen nur noch ein geringes Aufmaß abgeschliffen werden muss, lässt sich die Schleifscheibenspezifikation gezielter auf die gewünschte Endqualität auslegen, so der Hersteller – Oberflächenwerte mit einer gemittelten Rauhtiefe Rz von weniger als 1,6 Mikrometer lassen sich somit prozesssicher mithilfe der VLC 200 GT umsetzen. Insgesamt eröffne die multifunktionale Technologie den Anwendern zudem eine Vielzahl von Möglichkeiten, sagt Emag: Innen- und Außenschleifspindeln, Blockstahlhalter oder der Zwölffach-Werkzeugrevolver kommen je nach Bedarf zum Einsatz.

Sinkende Werkzeugkosten

Durch ihren kompakten Aufbau benötigt die Maschine nur wenig Stellplatz. Sie lässt sich gut in ein bestehendes Produktionssystem einbinden. (Bild: Emag)

Ein weiterer Vorteil zeigt sich mit Blick auf die Werkzeugkosten, denn die Schleifscheibe verschleißt langsamer und muss somit seltener abgerichtet werden. Speziell dafür hat die VLC 200 GT eine separate, diamantbeschichtete Abrichtrolle. Die Maschine sei mit dem separaten rotierenden Abrichtsystem und der Körperschallsensorik ausgestattet, um die Vorteile der CBN-Schleiftechnik zu nutzen, betont Emag. Für eine dauerhafte Prozesssicherheit und Bearbeitungsqualität sorge ein integrierter Messtaster, mit dessen Hilfe Durchmesser und Länge des Bauteils in der Aufspannung nach dem Prozess überprüft werden. Besonderen Wert legen die Entwickler auch auf Bedienkomfort und Zugänglichkeit: So sichern große Türen den einfachen Zugang zum Arbeitsraum. Werkzeuge und Spannmittel sind sehr gut zugänglich und lassen sich schnell und komfortabel wechseln. as

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