Linear Transport Modul

Platzsparende Alternative zum Rundtakttisch

Mit dem neuen LTM-Horizontal (Linear Transport Modul) hat Afag ein Transportsystem entwickelt, das sich für kompakt bauende Anlagen mit hohen Taktleistungen eignet. Das Modul stellt eine platzsparende Alternative zum klassischen Rundtakttisch dar und ist für den Anwender im Einsatz gut zugänglich.

Aufgebaut aus Standardkomponenten lässt sich das LTM-H für jede Aufgabe passend zusammenstellen. In Kombination mit Zuführungs- und Handhabungstechnik aus dem Hause Afag erhalten Konstrukteure so eine effiziente Lösung für kompakt bauende Montageanlagen aus einer Hand. © Afag

In der Regel kommen für Montageaufgaben, wie bei der Produktion kleiner Elektronikbauteile, Rundtakttische zum Einsatz. Sie reichen die Komponenten zur Bearbeitung schnell und auf kürzestem Weg von einer Station zur nächsten. Mit zunehmender Zahl an Arbeitsstationen wird der Rundtakttisch jedoch immer größer und unübersichtlicher. Hier schlägt die Stunde von Afags neuem LTM-Horizontal – der platzsparenden Alternative zum klassischen Rundtakttisch. Aufgebaut aus Standardkomponenten lässt sich dieser für jede Aufgabe passend zusammenstellen. In Kombination mit Zuführungs- und Handhabungstechnik aus dem Hause Afag erhalten Konstrukteure so eine effiziente Lösung für kompakt bauende Montageanlagen aus einer Hand.

Standardisierte Lösung mit gutem Preis-Leistung-Verhältnis
Das LTM-Horizontal ermöglicht hohe Taktzeiten und einen hervorragenden Teilefluss. Abhängig von Vorschublänge, Zuladung der Werkstückträger und Lage des Masseschwerpunktes sind mit dem neuen linearen Modul Werkstückträger Wechselzeiten von 0,3 Sekunden möglich. Dadurch bleibt mehr Zeit zur Montage an den einzelnen Stationen. Dies ermöglicht einen höheren Teileausstoß. Die Wiederholgenauigkeit in Laufrichtung bleibt dabei immer konstant unter ± 0,1 Millimeter.

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Dank seiner relativ kleinen Grundfläche entsteht bei der Verwendung des Linear Transport Moduls Horizontal eine vergleichsweise höhere Prozessdichte als bei Rundtischlösungen. Es ist ohne kundenseitige Werkstückträger lediglich 218 Millimeter breit und je nach Bedarf in sechs verschiedenen Arbeitslängen zwischen 720 und 3.720 Millimetern erhältlich.

Das LTM ist von allen Seiten sehr gut zugänglich. Deshalb können die Teile an den einzelnen Stationen nicht nur von oben, sondern auch von unten und von der Seite bearbeitet werden. © Afag

Teilebearbeitung von oben, unten und seitlich
Auf beiden Modulseiten können zwischen sechs und 31 Werkstückträger durch Arbeitsstationen bearbeitet werden. Dafür stehen jeweils Arbeitsflächen von 118 ×  116 Millimetern zur Verfügung. Die Aluminium-Werkstückträger sind fest mit einem hochpräzisen und wartungsfreien Zahnriemen verbunden, der nicht nachgespannt werden muss. So entfallen Nachjustierungen an der Anlage und damit ein langer Stillstand. Nutzlasten von bis zu einem Kilogramm sind mit den Wechselträgern möglich.

Das LTM ist von allen Seiten sehr gut zugänglich. Deshalb können die Teile an den einzelnen Stationen nicht nur von oben, sondern auch von unten und von der Seite bearbeitet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, überstehende Teile zu transportieren und zu bearbeiten. „Insgesamt können mit dem LTM-H komplexere Applikationen und tendenziell leichtere Produktgruppen im Vergleich zum LTM-V bedient werden“, erklärt Projektleiter Josef Häfliger. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, ist es zudem möglich zusätzliche Stationen auf dem LTM zu platzieren, um weiteren Platz zu sparen.“

Konfigurationsmöglichkeiten ohne Ende
Das LTM-Horizontal ist nicht nur in seiner Bauform, sondern auch in seiner Antriebsart modular und flexibel angelegt. Durch die optional verfügbare, offene Motorenschnittstelle lassen sich kundenspezifische Getriebe, Steuerungen und Motoren anbauen. Diese können relativ klein ausfallen, da nur eine geringe Masse bewegt werden muss – das senkt die Energiekosten. Sowohl Motor als auch Getriebe können unten oder oben am Transportmodul angebracht werden – gerade oder winklig. „Wir sind mit der neuen Entwicklung vermehrten Kundenrückmeldungen in Folge der Markteinführung des LTM-V nachgekommen“, sagt Christoph Böhm, Entwicklungsleiter Handhabungstechnik bei Afag. „Mit dem nach wie vor effizienten Konzept des LTM-H machen wir auf Grund der seitlichen Zugänglichkeit nun auch den Rücklauf der Werkstückträger nutzbar. Kunden können damit auf kleinem Bauraum mehr Stationen realisieren als bisher. Als weitere positive Eigenschaft können sie selbst Stationen direkt auf dem LTM platzieren. Damit kann der Anwender sein LTM genau nach seinen Bedürfnissen zusammenstellen, ist flexibler und spart Platz“.

Konkrete Pläne für weitere Verbesserungen
Der Markt ist immer in Bewegung und fordert immer neue Lösungen und Verbesserungen im Service und der Bedienbarkeit. Deshalb arbeitet die Entwicklungsabteilung Handhabungstechnik stetig am LTM Horizontal und der gesamten LTM-Reihe. Die Anlagen werden laufend optimiert, wie Projektleiter Häfliger ausführt: „Unser Bestreben ist, die Baureihe wegen der stetig steigenden Marktanforderungen durch sukzessive Maßnahmen weiterzuentwickeln. Es bestehen mehrere konkrete Pläne zu einer weiteren Erhöhung der Genauigkeit sowie zu einer Verbesserung der Servicierbarkeit, die wir nach und nach umsetzen werden“.

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