Stapelzelle
Kompakte Zahnradablage
Die Variantenvielfalt steigt, die Losgrößen sinken – auch in der Getriebe- und Zahnradfertigung sind hochflexible Lösungen sowohl in der Bearbeitung als auch in der Handhabung und Logistik gefragt.
Indat Robotics hat eine Stapelzelle für Zahnräder geplant und gebaut, die hinsichtlich Flexibilität und Flächeneffizienz überzeugen will. Die kompakte Anlage beansprucht nur knapp drei Quadratmeter Produktionsfläche. Sie kann dennoch ein vergleichsweise großes Teilespektrum handhaben. Der Rüstaufwand, um die Zelle an verschiedene Bauteilabmessungen anzupassen, sei minimal, sagt der Hersteller. Die Stapelzelle automatisiert den letzten Schritt in einer Fertigungslinie für Zahnräder, indem sie diese nach der Bearbeitung und Reinigung in Transportkörbe ablegt. Auf einer solchen Linie können – nach jeweiliger Umrüstung – meist unterschiedliche Baureihen, die in Durchmesser und Höhe variieren, produziert werden. Zwei manuelle Einstellungen genügen, alle anderen Anpassungen an Bauteile und entsprechende Verpackungskörbe erfolgen automatisch. Auch an der Software sind keine weiteren Änderungen beim Umrüsten notwendig. Die Zahnräder werden einzeln oder im Paket zu mehreren Teilen über ein Schwerkraft-Rollenbahnsystem der Anlage zugeführt. Anschließend werden die Bauteile separiert, gewendet, ausgerichtet und fixiert. Ein pneumatisches Greifelement, welches durch ein servogesteuertes Zwei-Achs-Handlingsystem geführt ist, holt eine definierte Anzahl Bauteile gleichzeitig ab und legt diese in den Verpackungskorb. Je nach Auslegung kann die Zelle bis zu 20 leere Transportkörbe aufnehmen. Nach der Beladung wird eine festgelegte Anzahl Körbe automatisch gestapelt und zur Abgabeposition gefördert. Durch den geringen Platzbedarf lässt sich die Stapelzelle einfach in bestehende Fertigungslinien integrieren; außerdem ist sie an kundenspezifische Anforderungen anpassbar. pb









