AMB 2022

Daniel Schilling,

Werkzeugmaschinen im Mittelpunkt

Vom 13. bis 17. September 2022 findet wieder die AMB in Stuttgart statt. Mit Messedirektor Gunnar Mey sprach INDUSTRIAL-Production-Chefredakteur Daniel Schilling über die Neuheiten, Highlights und Trends auf der Fachmesse für Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge.

AMB-Messedirektor Gunnar Mey sprach mit INDUSTRIAL-Production über die Veranstaltung. © Landesmesse Stuttgart

Herr Mey, die letzte AMB liegt länger zurück, als wir uns das alle gewünscht hätten – 2018 war das  –, wie hat sich die Messe in ihrem Angebot seither verändert? Werden Online-Elemente eine größere Rolle spielen?

Auch nach den vier Jahren Pause liegt unser Fokus für die AMB auf der fünftägigen Präsenzveranstaltung auf unserem Stuttgarter Messegelände. Natürlich haben wir in der Zwischenzeit auch digitale Begleitformate entwickelt: Wir bieten einen digitalen Vorgeschmack, ergänzen die Messe zum Beispiel mit unserem ausgeweiteten Online-Ausstellerverzeichnis und verlängern die AMB in der digitalen Welt. Aber dennoch liegt unser Hauptaugenmerk auf dem Geschehen in den Messehallen. Die AMB 2022 kommt mit einigen Änderungen im Rahmenprogramm daher. Ganz neu ist zum Beispiel unsere Start-up-Area. Hier können sich junge Unternehmen mit ihren Innovationen vorstellen. Die Trend-Lounge widmet sich am 15. September zudem erstmals dem Thema Klima- und Nachhaltigkeit.

Schauen wir aufs Messegelände: Welche neuen Ausstellergruppen sind in den letzten vier Jahren hinzugekommen? Sind bestimmte Segmente inzwischen weniger wichtig als 2018?

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Ausstellungsschwerpunkte und damit Kern der AMB bleiben Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge und die dazu passenden Digitalisierungs- und Automatisierungsangebote. Sämtliche Aussteller integrieren darüber hinaus Themen wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung in ihren Messeauftritt, das gibt es nicht als separate Sonderschau oder Sonder-Ausstellungsbereiche. Daran erkennt man, wie wichtig diese Themen inzwischen in der Branche sind und dass sie zum Alltag unserer Ausstellenden dazugehören. In der neu geschaffenen Trend-Lounge organisieren wir dieses Jahr gemeinsam mit Partnern fünf Thementage, unter anderem zu Industrial Security, Additive Manufacturing (Metall) und Nachhaltigkeit.

Additive Manufacturing ist tatsächlich neu im Produkt- und Dienstleistungsverzeichnis der AMB zu finden. Zahlreiche Anbieter von metallauftragenden Maschinen waren zwar schon früher auf der AMB. Nachdem wir das Thema nun mit allen vorangestellten und folgenden Prozessschritten in die sogenannte Nomenklatur aufgenommen haben, können wir hier einige neue Aussteller begrüßen.

Was sind für Sie in der Vorschau die Highlights der Messe?

Auf der AMB 2022 sind tatsächlich zahlreiche Highlights zu finden. Allen voran fallen mir da die Innovationen der ausstellenden Unternehmen ein, die sich alle maximal auf die AMB freuen und ihre Messeaufritte akribisch vorbereiten. Ein gutes Beispiel für die intelligente Produktion von heute zeigen wir unter Federführung von Aussteller Fanuc auf der AMB Smart Factory im Eingang Ost. Gemeinsam mit fünf weiteren Ausstellern (Zeiss, Cenit, Gewatec, Häberle und Maier Machines) zeigen Zerspanungs- und Automatisierungs-Experten einen Showcase samt digitalem Abbild.

Wie gehen Sie auf der aktuellen Veranstaltung mit der Corona-Bedrohung um?

Erfreulicherweise sind derzeit weder Auflagen gegeben noch gelten Sonder-Regelungen für das Messe- und Veranstaltungswesen. Seitens der Messe Stuttgart empfehlen wir weiterhin das Tragen einer medizinischen Maske und erinnern an die Abstands- und Hygiene-Gebote. Sollten sich die Rahmenbedingungen im September ändern, haben wir erprobte Hygiene-Konzepte in der Schublade, die sehr schnell ausgerollt werden können. In erster Linie freuen wir uns jetzt aber auf die AMB 2022, wir vernehmen bei den Ausstellenden, Besuchern und natürlich auch bei uns im Projektteam eine riesige Vorfreude auf fünf spannende Tage in Stuttgart.

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