Editorial
Es geht weiter
Im Herbst sollen Messen wieder stattfinden. Das hat die Politik erst kürzlich beschlossen. Doch die Verunsicherung der Unternehmen und Menschen ist dennoch groß.
Das zeigt die Ausstellerbefragung der Stuttgarter Messe. Eigentlich sollte die AMB im September wie gewohnt stattfinden, doch halten nur 11,9 Prozent der Aussteller die Messe zu diesem Zeitpunkt als durchführbar. Eine breite Zustimmung (57,6 Prozent) findet eine AMB im Jahr 2022.
Einige Aussteller drücken sich sehr klar aus: Für Michael Blank, Director Marketing & Communication bei der Ceratizit Group, sei eine „AMB 2020 derzeit leider nicht vorstellbar“. Irene Bader, Director Global Marketing bei DMG Mori, stellt den Schutz von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern in den Vordergrund: „Für uns als internationales Unternehmen ist die Durchführung der AMB 2020 aufgrund der vielen Einschränkungen deshalb keine Option“, meldet sie sich zu Wort und begrüßt die Verschiebung auf 2022.
Der Informationsbedarf der Branche ist dennoch da. Aus diesem Grund haben sich die Macher der AMB für ein Alternativprogramm entschieden: ein AMB Forum mit Vortragsprogramm und Table-Top-Ausstellung.
Auch wir sorgen für einen steten Informationsfluss – in Print, online und im Rahmen von Events wie unserer virtuellen Messe (Seite 51).
In der Juni-Ausgabe der SCOPE gehen wir der Frage nach, wie Roboter den Menschen in Zukunft unterstützen können. Dazu stellte sich Peter Lange von Omron den Fragen meines Kollegen Andreas Mühlbauer. Neben den Grenzen der Technologie war ein zentrales Thema, wie Cobots zur Erhaltung von Arbeitsplätzen beitragen können (ab Seite 8).
Ab Seite 10 zeigen wir Ihnen, wie intelligente Antriebe die Niettechnik verbessern. Das Schweizer Unternehmen BalTec hat sich mit dem Automatisierungsspezialisten Sigmatek zusammengetan und ein neuartiges Antriebsmodul entwickelt, mit dem sich Produktivität und Qualität steigern lassen.
Schon in der Planungsphase die Material- und Fertigungskosten eines Blechbauteils zu erfassen, darum geht es im Beitrag „Kosten für Blechfertigung in Echtzeit“ ab Seite 14. Ermöglicht wird dies durch ein Tool in der CAD-Umgebung.
Einen nahtlosen Rundumblick in der Qualitätssicherung garantiert ein neues System aus vier Kameras. Sie bilden rotationssymmetrische Objekte genau ab und garantieren eine höhere Prozesssicherheit (Seite 22).
Laut Studien könnte der wirtschaftliche Mehrwert des Internets der Dinge bis zum Jahr 2025 rund 11,1 Billionen Dollar betragen. Daher steht ab Seite 26 die Fabrik der Zukunft im Mittelpunkt und wie Sie diese realisieren können. Eine der zentralen Herausforderungen auf dem Weg zur Smart Factory ist, an die passenden Daten zu gelangen und diese gewinnbringend zu nutzen. Wie das geht, beschreibt Aleksandar Kovačević von InterSystems. Er erläutert, warum Interoperabilität so wichtig ist und wie sich Machine Learning in die Produktion integrieren lässt.











