Lineartechnik
Kopf an Kopf
Bahnschienen zu verlegen und verbinden ist meistens mit viel Aufwand verbunden. Wer wie ich in der Nähe einer Bahnlinie wohnt, kann davon ein Lied singen. Bei der Geräuschentwicklung mit der die Maschinen ans Werk gehen, lassen sich der Aufwand und die Dimension solcher Projekte erahnen. Da gibt es Erdarbeiten zu erledigen, der (Schotter)Bahndamm muss geschaffen werden, die Schwellen sind zu verlegen und natürlich auch die Gleise. Einer der letzten Schritte ist das Verbinden der Schienen, was mit modernen und aufwändigen Schweißmaschinen erfolgt. Da rücken die Arbeiter dann mit einem ganzen Fuhrpark moderner Fahrzeuge und Schweißgerätetechnik an. Es kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz: Schienenverbindungsschweißen im Lichtbogenverfahren, Aluminothermisches Verbindungsschweißen oder auch Lichtbogenauftragsschweißen an Schienen und Herzstücken um nur einige zu nennen.
Ganz so schwierig ist es bei den hier dargestellten Schienen für Laufrollenführungen zum Glück nicht. Nichtsdestoweniger haben sich die Entwickler der INASchaefflerGruppe viele Gedanken gemacht, wie sich diese Führungen einfach und sicher verbinden lassen. Der Wälzlager- und Linearführungsspezialist aus Homburg/Saar zählt im Bereich der Linearführungssysteme international zu einem der Marktführer und hat mit seinem LF-System sowie dessen Varianten einen flexibel einsetzbaren Baukasten für Laufrollenführungen im Programm.
Drei Komponenten
Eine Entwicklung im Bereich der Laufrollenführungen ist das Schienenverbindersystem VBS zum Verbinden von gestoßenen LF-Tragschienen. Es lässt sich sowohl bei geraden als auch gebogenen Schienen einsetzen. Folglich kann der Monteur damit die unterschiedlichsten Kombinationen der verschiedenen Schienentypen (Gerad- und Rundbogenschienen) miteinander verbinden, wodurch sich eine verstärkte Standardisierung der Maschinenelemente ergibt. Das System ist einfach aufgebaut und besteht pro Nahtstelle lediglich aus drei Komponenten: einem Verbinderbolzen und zwei Klemmhülsen. Nach dem Verbinden der Schienen kann der Arbeiter sie als montagefertige Einheiten einfach mit der Anschlusskonstruktion verschrauben.
Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand: Durch die Verbinder für die Tragschienen der Laufrollensysteme ist ein einfacher, schneller und sicherer Zusammenschluss der Schienen ohne besonderen Aufwand möglich. Der Monteur wird bei der Endmontage das saubere Ausrichten der Schienenstöße begrüßen, geht doch die Arbeit einfacher von der Hand. Zusätzlich ergeben sich kleinste Übergänge, wodurch sich die Laufgeräusche an den Stößen auf ein Minimum reduzieren. Die exakten Nahtstellen sorgen auch für weniger Verschleiß an den Laufrollenführungen, was letztendlich sowohl eine höhere Gebrauchsdauer als auch mehr Langzeit-Genauigkeit und so insgesamt eine gute Verfügbarkeit mit sich bringt. Wenn das bei Bahnschienen doch auch nur so einfach wäre! Guido Matthes









