Lineareinheit mit Bus

Schnittstelle bringt Gedächtnis

Mit der manuellen Verstelleinheit Domiline hat IEF-Werner ein Baukastensystem im Programm, mit welchem sich unzählige Varianten an flexiblen Vorrichtungen bauen lassen.

domiLine 50 mit MDV 80: Ausgerüstet mit elektronische Positioniereinheit mit Busschnittstelle. (Foto: IEF Werner)

Diese Vorrichtungen werden üblicherweise in Maschinen und Anlagen eingebaut, die oft umgerüstet werden – oder sie werden im Labor verwendet. Mit der brandneuen Bussschnittstelle werden die Verstelleinheiten jetzt erstmals mit der Fähigkeit ausgestattet, sich ihre eigene Position zu merken. Diese Funktionalität bietet völlig neue Möglichkeiten.

Messkameras müssen eingestellt, Brenndüsen fokussiert oder Sensoren verfahren werden. Für diesen Zweck sind die manuellen Verstelleinheiten die richtige Wahl. Seit vielen Jahren werden die spindelgetrieben Komponenten aus Aluminium – mit der Bezeichnung Domiline – in zahlreichen Branchen erfolgreich eingesetzt. Die Einheiten sind modular, umzurüsten und vielseitig. Da die Anforderungen an die effektive Handhabung von Betriebsmitteln immer spezieller werden, hat der Automatisierungsspezialist aus Furtwangen jetzt eine Möglichkeit geschaffen, welche die Einstellarbeiten – insbesondere bei häufig wechselnden Positionen – vereinfacht. Möglich macht dies die neue busfähige elektronische Positionsanzeige. Sie kann an alle linearen und rotativen Verstelleinheiten der Familie angebaut und sogar nachgerüstet werden. Um die Positionen schnell und effektiv einzustellen, muss der Bediener lediglich den Sollwert mit dem Istwert vergleichen. Beide Werte werden am zweizeiligen LCD-Display angezeigt. Die obere Zeile ist für aktuelle Position der Verstelleinheit bestimmt, die zweite Zeile zeigt die Zielposition an, welche vom Server übermittelt wurde. Auf dem Server werden alle Parameter gespeichert, die zur Produktion des gewünschten Artikels eingestellt werden müssen.

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Der Bediener dreht am Stellelement der Verstelleinheiten und verändert somit den Istwert. Sobald der Istwert und der Sollwert übereinstimmen signalisiert eine LED die korrekte Position. Dabei kann der Bediener die Position bis auf drei Stellen nach dem Komma ablesen. „Die Domiline zusammen mit der elektronischen Busanzeige reduziert die Rüstzeiten, beispielsweise bei Formatverstellung, um bis zu 30 Prozent. Dies steigert die Effizienz der Maschine deutlich“ – so Fritz Wehinger, Produktmanager bei der IEF-Werner.

Ein weiterer Vorteil der Schnittstelle ist die Möglichkeit, die eingestellten Positionen zu überwachen. Dies ist besonders nützlich, wenn es um Qualitätssicherung oder Nachweisdokumentation geht. Mit der neuen elektronischen Busanzeige kann beispielsweise sichergestellt werden, dass alle Positionen beim Produktionsstart korrekt eingestellt wurden. Außerdem kann gewährleistet werden, dass die Position sich während der Produktion nicht verstellt haben. Dies wird durch Vibrationen verursacht, falls der Bediener vergessen haben sollte, die Verstelleinheiten mit dem Klemmhebel zu fixieren.

Eine weitere Neuheit ist ein Faltenbalg, der die Spindel in öliger oder schmutziger Umgebung zuverlässig schützt. Überdies entwickelt IEF-Werner eine Lösung, die es ermöglicht, bestimmte Modelle mit Schrittmotoren oder universellen Servomotor nachzurüsten. Dieses Upgrade soll die Einsatzmöglichkeiten erweitern. bw

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