Linearantriebssystem

Maschine ohne Teilung

Linearantriebssystem Itrak. Am Linearantriebssystem Itrak lassen sich mehrere Mover auf Geraden und Kurven unabhängig voneinander steuern. Es hat sich bei ersten Einsätzen bereits bewährt.

Hardware ist durch Software ersetzt. Resultat: Geschwindigkeit, Flexibilität und Produktionsdurchsatz steigen, wie es bei einer mechanisch angetriebenen Fertigungslinie nicht möglich wäre. (Foto: Rockwell Automation)

Im Vergleich zu klassischen Systemen, die auf rotativ angetriebenen Kettenantrieben basieren, soll Itrak zur Steigerung der Produktivität dienen, sagt Rockwell Automation, dessen Linearantriebssystem branchenübergreifend einsetzbar sei. Mit Itrak hat der Hersteller das Konzept der Servotechnologie aufgegriffen und mit dem einer Magnetschwebebahn kombiniert. Dadurch wird eine unabhängige Steuerung mehrerer Mover auf Geraden sowie Kurven möglich – es entsteht eine Maschine ohne feste mechanische Teilung. Durch diese Möglichkeit, in einer flexiblen integrierten Steuerung lineare und rotative Fahrprofile zu kombinieren, lässt sich der Produktionsdurchsatz steigern, der Wartungsaufwand minimieren und die Gesamtgröße der Maschinen verringern.

Itrak will somit für eine neue Betrachtungsweise des Produktionsflusses stehen. Produzierende Unternehmen, die das System bereits im Einsatz haben, berichten von einem Produktivitätsgewinn von mindestens 50 Prozent. Maschinen- und Anlagenbauer sehen die Vorteile in der Verringerung der Maschinenkomplexität sowie in der Leistungssteigerung. Mechanische Teile werden durch ein magnetisches Feld ersetzt – mit dem Resultat einer hohen Produktionsgeschwindigkeit und nahezu unendlichen Möglichkeiten. Durch den Wegfall mechanischer Komponenten reduzieren sich die Wartungskosten.

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Der modulare Aufbau des Itrak-Systems ist durch viele verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten flexibel. Kurven- oder Linearmodule lassen sich so kombinieren, dass sie ein Schienensystem in beliebiger Länge oder Form bilden, das sich an spezifische Applikationsanforderungen anpasst. Bei der Ausrichtung gibt es drei Möglichkeiten – horizontal, vertikal und stehend, wodurch der Systemaufbau noch flexibler wird.

Durch Produktionsumstellung bedingte Ausfallzeiten sind mit diesem System vermeidbar, denn die Bewegungsprofile für jeden Mover oder jede Gruppe von Movern lassen sich softwarebasiert umstellen und an unterschiedliche Abläufe und Produkte anpassen. Die Nutzlast beträgt bis 100 Kilogramm, den Geschwindigkeitsbereich gibt der Hersteller mit bis zum fünf Meter pro Sekunde an. Für Branchen, in denen Hygiene und Reinigung eine Rolle spielen, bietet das System die Schutzart IP65.

Programmiert wird Itrak mit der Studio-5000-Logix-Designer-Software und lässt sich so in jedes Steuerungssystem integrieren. In der Logix-Software erscheint jeder Mover als „virtuelle Achse“. Standardisierte Befehle ermöglichen Änderungen der Formatgröße, variable Geschwindigkeit und eine komplexe Ablaufsteuerung, ohne dabei mechanische Änderungen an der Maschine vorzunehmen zu müssen.

In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist Itrak schon im Einsatz, ebenso im Bereich Life Sciences sowie in der Verpackungsindustrie. pb

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