Hydraulik + Pneumatik

Druckluft effizienter managen

Nach wie vor wird viel zu wenig über die Synchronisation einzelner Kompressoren zur effizienten Erzeugung von Druckluft nachgedacht. Dagegen halten manuelle Druckschalter oder einfache elektronische Steuerungen den Einzelbetrieb aufrecht. Alternativen sind aber sehr wichtig, denn Druckluft zählt neben Wasser, Gas und Strom nicht nur zu den wichtigsten, sondern vor allem zu den teuersten Energieformen. Unabhängige Studien belegen, dass sich durch entsprechende Systemoptimierungen hohe Einsparpotentiale auf der Energiekostenseite erzielen lassen.

Die Gründe für ein unwirtschaftliches Arbeiten einzelner Kompressoren sind vielfältig: Mitunter verursacht überhöhter Netzdruck, der für den Produktionsprozess eigentlich nicht erforderlich ist, hohe Energiekosten. Im anderen Fall entstehen diese auch durch unterschiedlich große Aggregate mit festen Rangfolgen und die daraus resultierenden hohen Leerlaufanteile. Das beschleunigt zusätzlich den Verschleiß der Verdichter und erhöht Wartungs- und Reparaturkosten.

Ein an die jeweiligen Kundenanforderungen adaptiertes Druckluft-Management-System, das die Verdichter flexibel nach dem tatsächlichen Verbrauch steuert und einen konstanten Netzdruck sicherstellt, sorgt dank Minimierung der Leerlaufstunden für einen Auslastungsgrad der Anlage von bis zu 90 %. Die im Parallelbetrieb arbeitenden Kompressoren lassen sich hersteller- und größen­unabhängig gleichmäßig auslasten. Hier geht es darum, eine ausgewogene Arbeitsteilung für die Erzeugung konstanter Druckluft sicherzustellen. Ein effizientes Druckluft-Management mit einer intelligenten und selbstadaptierenden Automatisierungslösung trägt dazu bei, auf der Energieseite Kosteneinsparungen von bis zu 25 % zu erzielen. Das Ziel ist, durch Kenntnis der erforderlichen Parameter wie Netzdruck, Abnahmemenge oder Druckanstiegsverhalten eine deutlich wirtschaftlichere Auslastung der Kompressoren zu gewährleisten.

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Das Unternehmen Tiskens aus Wegberg/Mönchengladbach verdeutlicht anhand einer Faustformel, dass schon bei einer unnötigen Überverdichtung in Höhe von einem Prozent tatsächlich ca. sechs Prozent vermeidbarer Energieverlust entstehen. Zur Steuerung und Regelung eines homogenen Druckluftnetzes wurde eine jeweils übergeordnete Automatisierungstechnik programmiert und implementiert, die betriebliche Erfordernisse und selbst spezifischste Aufgaben berücksichtigt. Das System ist absolut offen, das heißt, der Erweiterung beziehungsweise Einbindung von Nebenkomponenten zur Drucklufterzeugung, -aufbereitung und -verteilung sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Die Integration drehzahlgeregelter Aggregate, Turbos, Trockner oder auch Kühlwassersysteme sind also kein Problem. Wichtig sind auch die Möglichkeiten einer webgestützten Ferndiagnose und Optimierung mit Zugriff über das Inter- und/oder Intranet oder die Anbindung an bestehende Leitsysteme einrichten. Durch die optionale Erweiterung des Systems mit einer Visualisierung zur Darstellung, Aufzeichnung und Online-Überwachung der gesamten Drucklufterzeugung lässt sich das System zum hocheffizienten Anlagen- Management- System ausbauen. Der Betreiber kann so den Energieverbrauch, die Laufeigenschaften und den Wartungszustand kontinuierlich überwachen. Somit wird ein Höchstmaß an Energieeffizienz und Verfügbarkeit der Druckluftstation erreicht.st

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