Hydraulik + Pneumatik

Duo mit Drehzahlregelung

Wer seine Druckluft drehzahlgeregelt verdichtet, sollte auch drehzahlgeregelt trocknen, das senkt die Stromrechnung. Drehzahlgeregelte Kompressorantriebe sind hierbei die Energiespar-Favoriten, insbesondere bei Schraubenkompressoren. Immerhin können sie den Stromverbrauch um bis zu 35 Prozent gegenüber normal geregelten Kompressoren senken, die durch den verzögerten Ein/Aus-Betrieb viel Leerlauf haben. Standardmäßig drehzahlgeregelte Schraubenkompressoren gibt es seit 1994, damals erstmals vorgestellt von Atlas Copco. Inzwischen sind auch Kälte- und Adsorptionstrockner mit frequenzgeregeltem Antrieb auf dem Markt. Das erweitert nochmals die Stromsparmöglichkeiten. Denn es gibt kaum ein Kompressor, der ohne Trockner installiert wird. Doch ein Trockner mit Normalantrieb muss immer voll durchlaufen, auch wenn der Kompressor in den Leerlauf geht. Hingegen kann eine drehzahlgeregeltes Kombination von Kompressor und Trockner auf eine Energieeinsparung von 40 Prozent kommen.

Die warmregenerierenden MD-Adsorptionstrockner von Atlas Copco benötigen beispielsweise überhaupt keinen Heizstrom, da sie mit der Kompressionsabwärme regenerieren. Ihr frequenzgeregelter Trommelantrieb verbraucht höchstens 120 Watt. Das ist nichts im Vergleich zu dem vorher erwähnten Strombedarf von acht Prozent bei anderen warmregenerierenden Trocknern. Allerdings funktioniert die kostenlose Lufttrocknung (Taupunkt bis minus 30 Grad Celsius) nur mit ölfreier Druckluft und am besten mit drehzahlgeregelten Trockenlaufkompressoren der Z-Bauart. Dann aber ist eine Stromeinsparung von bis zu 43 Prozent drin: 35 Prozent beim Kompressor plus besagter Prozent, die sonst allein für die Warmregenerierung im Trockner anfielen. Da der Trend zur ölfreien Drucklufterzeugung geht, rechnet sich ein solches Energiespar-Team. Vor allem, wenn ein Spitzenlastkompressor bzw. ein Regelbereich zwischen 30 und 100 Prozent des Volumenstroms gebraucht wird.st

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