Handhabungstechnik
Fabrik auf dem Schreibtisch
Die Miniaturisierung von Produkten und Fertigungsanlagen zeichnet sich gegenwärtig als großer Trend ab. Mit mikrotechnischen Lösungen können in bestehende Produkte komplexe Funktionen auf kleinstem Raum integriert werden. Damit erschließt die Mikrotechnologie den Kunden einen größeren Nutzen und ermöglicht völlig neue Anwendungen. Die Mikrotechnik baut externe Schnittstellen ab, indem beispielsweise Kabelanschlüsse reduziert oder durch drahtlose Kommunikation ersetzt werden. Auch der Installationsaufwand wird geringer. Das schafft Vorteile in der Produktionstechnik: Wo vorher große, statische Fertigungsanlagen notwendig waren, sind nun kompakte und flexible Produktionsplattformen am Zug.
Miniaturisierten Produktionsplattformen wie MiniProd, die mit einer Desktop-Factory vergleichbar sind, gehört die Zukunft. Sie können über standardisierte Schnittstellen schnell und einfach auf einer Plattform angeordnet und zu applikationsspezifischen Produktionsabläufen konfiguriert werden. Das Herzstück des Systems bildet ein Baukasten mit miniaturisierten Prozess- und Handhabungsmodulen, die sich zu einem Produktionssystem kombinieren lassen. Die Module bewegen sich auf zehn Mikrometer hohen Luftpolstern elektro-pneumatischer Direktantriebe (Linearmotoren) und lassen sich hochpräzise positionieren.
Variantenreiche Serienproduktion
Die Planung und Auslegung des Systems läuft über ein Planungs- und Konfigurationswerkzeug in einer virtuellen Umgebung. MiniProd ermöglicht kleinen und mittleren Unternehmen die kostengünstige, automatisierte Herstellung hochwertiger Produkte in einer variantenreichen Serienproduktion unter Nutzung verschiedener Mikrotechnologien.
Für den zukunftsträchtigen Markt der Biotechnologie ist eine solche Mini-Produktionsanlage ideal: Beliebig kombinierbare Konfigurationen ermöglichen in Wirkstoffentwicklung und Diagnostik hochflexible Verfahrensprozesse sowohl für das Proben- als auch das Liquid-Handling auf einer Anlage. Die Handhabung von Mikrotiterplatten, Ampullen oder Fläschchen sowie Einsatz und Steuerung mikrofluidischer Systeme, etwa bei der Pipettierung, können mit wenig Aufwand individuell an die jeweiligen rezepturbedingten Ablaufvorgaben und Anforderungen angepasst oder erweitert werden. Das Zukunftsprojekt MiniProd wird ein bisher nicht zugängliches Potenzial an Produktionsflexibilität erschließen. PR/gm








