Mechatronische Greifer mit IO-Link

Vollständige Steuerung erwünscht

Gimatic hat damit begonnen, seine Greifer mit dem Kommunikationsstandard IO-Link auszurüsten. Zu den Neuentwicklungen gehört eine Servogreifer-Serie.

Servogreifer-Familie MPLF © Gimatic

IO-Link ist eine Alternative zu den einfachen Plug-and-play- und den intelligenteren Servogreifern, die Gimatic anbietet. Die haben natürlich weiterhin ihre Daseinsberechtigung. Die Plug-and-play-Standardgreifer lassen sich über einen integrierten Embedded-Antrieb mit nur einem digitalen Signal steuern, das von einer SPS oder Steuereinheit erzeugt wird. Bei manchen Anwendungen wünschen Kunden jedoch eine vollständige Steuerung des Greifers anstelle des einfachen Öffnungs- oder Schließbefehls: Sie möchten die Geschwindigkeit, die Positionierung der Backen, die Greifkraft und manchmal eine Kombination davon steuern.

Hauptmerkmal der neuen Servogreifer ist der direkte Zugang zu dem eingebauten Servomotor mit Encodersignalen; somit ist der Kunde frei in der Programmierung und kann auch freie Kontroller am Roboter verwenden. Ist beispielsweise ein Sechs-Achs-Roboter im Einsatz, der einen zusätzlichen Servocontroller in der Steuerung freihat, entsteht quasi eine siebte Achse, die nun nützlich wird: Noch bevor der Roboter mit gegriffenem Werkstück auf seiner Position angelangt ist, beginnt er schon die Greiferfinger zu bewegen, weil er „weiß“, dass er gleich da ist.

MPLF ist der Familienname der neuen Servogreiferserie, die auf bürstenlosen Flat-Motoren basiert. Sie sind über ein Getriebe direkt mit den Backen verbunden und können diese selbstzentrierend verfahren. Gimatic entwickelt drei Größen MPLF1630, MPLF2550 und MPLF3260 sowie ein spezielles Kit für GMP-Anwendungen.

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Mit der IO-Link-Funktion lassen sich die Geräte einfacher installieren und konfigurieren. Es lassen sich Diagnosedaten abfragen, und der Austausch der Greifer wird einfacher: Der neue Greifer wird automatisch als der alte Greifer angesehen und auch so konfiguriert.

Künftig will Gimatic die IO-Link-Greifer mit zusätzlichen Features zur Positionierung ausstatten, wodurch ein noch flexibleres Gerät mit allen Vorteilen einer Plug-and-play-Lösung entsteht. Andere Produkte, die in ähnlicher Weise verbessert werden können, sind beispielsweise Sensoren und Sensorboxen, die typischerweise in den EOAT (End of the Arm Tool)-Lösungen verwendet werden.

Um die IO-Link-Kommunikation für seine Produkte möglich zu machen, hat Gimatic die IOL-Box entwickelt: sie verhält sich wie ein Gateway und übersetzt ein proprietäres Protokoll, das auf der Greiferseite arbeitet, in das IO-Link-Kommunikationsprotokoll. An ein und dieselbe Box lassen sich mehrere Greifer in einer busähnlichen Architektur anschließen. pb

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